Wirtschaft aktuell - Der Podcast

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00:00:06:

00:00:13: Wie möchten Sie eigentlich leben, wenn sie alt sind?

00:00:16: Am liebsten wohl zu Hause in den eigenen vier Wänden und möglichst selbstbestimmt.

00:00:20: Die meisten von uns machen sich über diese Frage allerdings erst Gedanken, wenn Sie plötzlich akut wird – etwa bei den eigenen Eltern, Beangehörigen oder irgendwann vielleicht auch bei einem Selbst-, wenn man plötzlich zum Pflegefall wird.

00:00:32: Oft muss es dann aber alles sehr schnell gehen!

00:00:35: Genauso war das auch bei Nader und Frank Obaites aus Frieden.

00:00:39: Aus einem persönlichen Schicksalsschlag heraus entstand die Idee, ein Unternehmen zu gründen – die Lesana Münsterlandpflege.

00:00:47: Mit ihrem Team begleiten sie heute nicht nur Senioren sondern unterstützen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen von Familien über Kinder bis hin zu Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen.

00:00:58: Und ihr Ansatz ist dabei ein ganz anderer als man ihn sonst bei einem Pflegedienst erwarten würde!

00:01:04: Anders und vor allem erfolgreich.

00:01:06: Denn zu Lesana gehören mittlerweile zweihundert Mitarbeiter über vierhundert Kunden, und seit Kurzem ein zweiter Standort in Dorsen.

00:01:13: Für diese erfolgreiche Entwicklung sind Nader-und Frank mit dem Gründungspreis Westmünsterland für den Kreis Borken, die WFC Wirtschaftsförderung Kreiskosfeld sowie die Sparkasse Westministerland mit Unterstützung der IAK Nordwestfalen und der Kreishandwerkerschaften Borkeng und Kosvet verleihen.

00:01:33: Im Podcast spreche ich mit Nader und Frank gleich über ihre Geschichte.

00:01:37: Dabei merkt man vor allem, wie viel Herzblut die beiden dabei sind!

00:01:40: Aber hören Sie selbst – Ich bin Anja Wittenberg.

00:01:43: Viel Spaß!

00:01:58: die ich heute hier bei uns begrüßen könnte.

00:02:02: Ja, danke schön!

00:02:04: Bevor wir gleich mit unserem Thema einsteigen, würde ich vorschlagen dass ihr euch einfach mal vorstellt wer seid ihr?

00:02:10: Was macht ihr hier bei Lesana?

00:02:12: und vielleicht was macht ihr auch wenn ihr gerade mal nicht arbeitet?

00:02:16: Ich bin Nader Uphaltes.

00:02:18: Ich bündet meinen Mann zusammen die Inhaberin und Geschäftsführerin von der Lesanermünsterlandpflege.

00:02:26: Ich bin acht vierzig Jahre alt.

00:02:27: Wir haben gemeinsam zwei wundervolle Jungs Die halten uns ganz schön auf Trab.

00:02:33: Oh

00:02:36: ja!

00:02:38: Wir haben hier die Aufgaben zwischen Frankfurt und Meer, dadurch dass wir eigentlich auch aufeinander sitzen.

00:02:44: Auch strikt getrennt damit wir nicht an die Google gehen.

00:02:46: aber das tun wir tatsächlich auch.

00:02:48: So nicht.

00:02:49: Aber trotzdem, ja ich bin hier fürs Marketing für den Vertrieb und für die Disposition also sprich für das Thema Kunde verantwortlich... Ja!

00:03:01: Und der Frank?

00:03:03: Ich bin verantwortlicher für das ganze Thema Personal und Finanzen.

00:03:07: Für die ganzen Rollen- und Prozesse.

00:03:09: in so einem großen Unternehmen muss man dann auch gucken dass die Rollen und Prozess funktionieren.

00:03:12: Das ist dann halt so mein Part.

00:03:17: Fünfzehn Jahre alt und kümmert mich dann halt zu Hause tatsächlich um das ganze Thema mit den Jungs, die hin und her fahren.

00:03:24: Ja sind beide Fußballer und ja da muss man dann halt relativ viel fahren zum Training und so.

00:03:29: jetzt haben sie bald ihre Fahrlaubnis zum Glück.

00:03:32: Dann haben wir auch mal wieder ein bisschen mehr Entspannung auf dem ganzen Thema.

00:03:35: Aber ansonsten sind wir da halt viel mit den Jungs unterwegs und das ist so, was wir in der Freizeit machen.

00:03:42: Am Wochenende gehen wir gerne mal bummeln oder gehen dann halt mal so den ganzen kulturellen Themen an und

00:03:49: sehen

00:03:51: wir mal einen kleinen Ausgleich.

00:03:52: Das tatsächlich unser Ausgreich?

00:03:54: Einfach

00:03:55: Zeit mit der Familie aufzuhaben dadurch dass wir hier wirklich auch sehr eingespannt sind.

00:03:59: Das ist halt nochmal so wenn man ein Unternehmen führt Da bleibt natürlich auch einiges auf der Strecke und das versuchen wir in unserer Freizeit viel zu kompensieren, indem wir einfach viel Zeit in der Familie verbringen.

00:04:11: Und mit den Jungs... Das ist so was uns immer wieder erdert.

00:04:18: Dann kommen wir gerne direkt zu eurem Unternehmen.

00:04:21: Was macht Lisana Münsterlandpflege genau?

00:04:24: Wir sind ein ambulanter Pflegedienst.

00:04:29: Jetzt hört sich das an wie ... Gibt's auch ganz viele?

00:04:32: Nein, wir sind etwas speziell unterwegs.

00:04:35: Wir versorgen halt nicht nur den klassischen Senioren und die klassischen älteren Menschen sondern haben uns sehr breit aufgestellt.

00:04:45: Wir begleiten Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag.

00:04:51: Wir machen natürlich in allem Pflege- und Betreuung das ist klar.

00:04:55: Wir begleiten Kinder in die Schule die an Diabetes erkrankt sind, aber auch sozialemotionale Störungen und Einschränkungen haben.

00:05:07: Familien unterstützen wir – wir leisten auch Elternassistenz, wir haben psychisch Erkrankte, die wir begleiten und betreuen.

00:05:18: Und Demenzerkrankte Und sind aber zeitintensiv unterwegs.

00:05:23: Das heißt, wir fahren keine Touren wie die anderen klassischen Pflegedienste Sondern wir sind nie unter zwei Stunden da.

00:05:31: Also zwei Stunden und länger bis... ...vierundzwanzig sieben ist alles möglich solange das irgendwie von den Kosten getragen werden kann.

00:05:40: Ja, dass es das tatsächlich was uns so ausmacht.

00:05:44: Dann lass uns nochmal gerne ein bisschen auf eure Gründungsgeschichte blicken.

00:05:47: Du hattest mir im Vorgespräch schon verraten Das war so ein bisschen auch aus einer persönlichen Erfahrung in eurer Familie entstanden.

00:05:54: Vielleicht könnt ihr das mal ein bisschen erläutern, wie das so kam?

00:05:57: Ja, Frank und ich waren ganz normal, wie jeder andere Mensch, sag ich mal, normal eingestellt und wir hatten halt auch diese Pflegesituation.

00:06:08: Mein Schwiegervater ist an den Menschen erkrankt und ja... Wir wohnen hier im Münsterland.

00:06:13: Manche Schwiegereltern damals noch in Thüringen Und dann standet man da und dachte, okay.

00:06:20: Wie soll ich das jetzt ... wie soll ich da helfen?

00:06:21: Wie soll Ich da unterstützen?

00:06:22: Meine Schwiegermama war völlig überfordert mit der Situation.

00:06:25: Frank ist auch das einzigste Kind, ein Einzelkind.

00:06:29: Somit war auch niemand da um zu unterstützen.

00:06:32: Dann haben wir das gemacht was natürlich alle pflegenden Angehörigen oder Angehöhrige tun.

00:06:37: Man schaltet einen Pflegedienst ein und hofft, darüber kriegen wir irgendwie Entlastung.

00:06:43: Dem war tatsächlich nicht so, weil wir natürlich auch nur einen Tourenpflegedienst engagiert haben.

00:06:49: Der jetzt ein paar Minuten reinspringt aber dann wieder raus ist und man hat gemerkt je länger diese Situation andauerte das du heftiger wurde.

00:06:59: dass für meine Schwiegermutter also die wirklich immer sehr weinend angerufen hat wie aber nicht unterstützen konnten kam es zu einer nicht so ganz schönen Situation.

00:07:10: Dadurch, dass mein Schwiegervater natürlich total verwirrt war und er dann nicht mehr wusste wohin und was nicht alles wurde er halbnackt und halbnass im Bar zurückgelassen weil die Zeit abgelaufen war.

00:07:21: die Fachkraft die das gemacht hat da kann man keinen Vorwurf draus machen die hatte die musste natürlich den nächsten Kunden versorgen und ja das war nichts schön und wir waren halt total überfordert mit dieser Situation auch wirklich fertig.

00:07:35: Wir haben dann irgendwann gesagt, okay wir versuchen jetzt irgendjemanden zu finden der einfach ein bisschen mehr Zeit mitbringt egal was das kostet.

00:07:43: aber das konnten wir leider nicht finden und die Diskussion zu Hause ging natürlich dann die ganze zeit hin und her und ich habe irgendwann mal die frage in den Raum geschmissen hab gesagt ja aber wenn wir irgendwann mal alt sind möchte ich auch nicht so abgefertigt werden.

00:07:57: Ich möchte nicht so gepflegt werden.

00:07:59: und daraufhin hat Frank gesagt, dann lass uns das doch... Wie würdest du es denn gerne haben?

00:08:07: Lass uns das einfach irgendwie anders machen.

00:08:09: Jetzt hatte Frank aber natürlich durch seine berufliche Konstellation, war er in der Unternehmensberatung tätig und hat da zufälligerweise manchmal spielt das Leben ein ja auch, sag ich mal, kommen die ganzen Zufälle zusammen und man kriegt irgendwie so den Weg ... angezeigt, war er bei einem Franchise-Unternehmen was auch als ein Pflegedienst.

00:08:37: Was ein Franchisesystem ist und die hat er beraten und er hat sich auch tatsächlich jeden Tag gesagt das muss man anders machen.

00:08:44: Das muss man an das machen!

00:08:45: Und dann kam das wirklich zusammen und hat gesagt gut wie würdest du es denn machen?

00:08:49: So haben wir halt die Ideen ausgetauscht, haben dann halt ein zeitintensives Konzept geschrieben haben wir es an die Pflegekasse geschickt und die waren hellauf begeistert.

00:08:59: Und haben uns nach Düsseldorf eingeladen, da hat man unseren auch wirklich originale Ton so gesagt das ist genau das was damals Norbert Blüm mit der pflegeversicherung wollte.

00:09:11: Das ist super!

00:09:12: Ja und so haben wir dann halt die Möglichkeiten oder Die Voraussetzungen besprochen, wie wir dann einen Pflegedienst in dieser Art gründen können.

00:09:26: und dann haben wir losgelegt.

00:09:28: Es ging ja letztendlich um eine Vollzulassung, dass man ein Vollzug gelassener Pflegendienst sind.

00:09:32: Es gibt ja dann Betreuungsdienste und es gibt halt die klassischen Pflegediensten.

00:09:36: also weil das halt viele nicht wissen ist halt, dass er mal das ganze Thema medizinisch wird ja von den Krankenkassen finanziert Ja und das ist halt auch ein ganz anderes Modell als die klassische Pflege, also was über die Pflegekassen dann halt finanziert wird.

00:09:49: Deswegen muss man da halt auch immer ein bisschen unterscheiden.

00:09:51: Es klingt manchmal so ein bisschen als Vorwurf dass wir wenn wir sagen die Tourendienste

00:09:57: usw.,

00:09:58: die können letztendlich gar nichts dafür ja auch die Fachkräfte können nichts dafür, die Unternehmen können nichts Dafür.

00:10:03: Das ist halt einfach ein gewachsenes System.

00:10:05: Und dieses System wollten wir tatsächlich durchsprechen.

00:10:08: Das haben wir halt getan.

00:10:11: Wir haben halt die gesagten eine Pflegekassenzulassung komplett, das hat auch bedeutet dass wir damals dann halt auch zwei Pflegefachkräfte einstellen mussten in der Pflegedienstleitung und eine stellvertrehende Pflegendienstleitungen weil wir beide nicht aus der Pflege kommen und das auch nie gelernt haben.

00:10:28: ja und somit haben wir dann halt die Vollzulassung bekommen und da ging es um Oktober einundzwanzig ging es los

00:10:35: Du hast es gerade schon gesagt ihr kommt eigentlich gar nicht aus dieser Branche War dann aber auch schon ein großer Schritt für euch zu sagen, unsere beiden Jobs die wir haben.

00:10:43: Das lassen wir jetzt erstmal und wir gehen mit unserer Gründungsidee an den Start?

00:10:47: oder wie war das für euch?

00:10:49: Frank musste ganz viele Überzeugungen arbeiten tatsächlich!

00:10:53: Ich war nicht ganz so begeistert davon am Anfang.

00:10:56: ich habe mich da wirklich mit Händen um Füßen gewährt.

00:10:58: also mein Lieblingsspruch war ja tatsächlich, Frank hör auf, wir sind gute Sklaven was soll das?

00:11:02: Wirklich?!

00:11:04: Mein Mann war aber totale überzeugt von der Idee Und hat dann irgendwann gesagt, hat immer wieder mich bearbeitet und hat dann gesagt, guck mal ... Du kannst alles gestalten.

00:11:16: Du kannst eigentlich mal zeigen was du wirklich kannst.

00:11:20: Ja das war wirklich ein Prozess muss man sagen ne?

00:11:22: Und irgendwann mal tatsächlich im Urlaub hat er mich weich geklopft... Dann hab ich irgendwann gesagt okay gut komm!

00:11:29: Wenn wir es nicht probieren, also ich glaube die Herausforderung war so diesen Mut aufzubringen wirklich diesen Schritt zu gehen.

00:11:39: Das war die größte Hürde in meinem Kopf, alles an Sicherheit was man so hat, was man sich über die Jahre aufgebaut hat dann wirklich stehen zu lassen und einen komplett neuen Weg zu beschreiten.

00:11:52: das ist ein Prozess der man irgendwie durch durchleben muss, den man in seinem Kopf ausdiskutieren muss auch mit seinem Herzen und das hat wirklich fast ein Jahr gedauert.

00:12:03: Aber er blieb hartnäckig immer wieder.

00:12:07: Und irgendwann habe ich gesagt okay aber eigentlich hatte er ja recht wenn ich nicht irgendwann mal den Mut habe was anderes zu machen brauche ich mich ja nicht immer darüber aufzuregen was nicht so gut läuft im welchen Bereich auch immer.

00:12:22: Ich probiere es und ich möchte nicht mir irgendwann mal vorwerfen, hätte ich's doch mal probiert.

00:12:26: Ja!

00:12:27: Und so haben wir dann tatsächlich angefangen.

00:12:33: Wir haben dann geguckt erst einmal dass Frank im Job bleibt und ich habe das dann auch das erste halbe Jahr alleine geführt.

00:12:41: klar aber Frank war immer im Hintergrund mit dabei und nach einem halben Jahr hatten wir das Ganze aber auch schon soweit das wir gesagt haben okay Das funktioniert.

00:12:52: Du musst auf jeden Fall jetzt auch und dann, ja... Dann hat Frank auch nachgezogen und ist dann nach einem halben Jahr dann auch voll hier mit eingestiegen gegangen.

00:13:01: Wie hat so euer Umfeld reagiert?

00:13:03: Gab es da auch mal kritische Stimmen die gesagt haben, was habt ihr denn da bei euch in den Kopf gesetzt?

00:13:08: Total!

00:13:10: Also erst mal, weil wir ja keine Ahnung haben.

00:13:12: Das heißt, dass zwei Krinnhörner jetzt anfangen in die Pflege zu kommen.

00:13:16: Auch da haben wir dann das mit den Krinhörnern.

00:13:18: Das ist tatsächlich auch von einem großen Pflegehunternehmen an uns herangetragen worden und wir wurden eingeladen von den Vorständen.

00:13:25: Wir haben gesagt also ihr seid die Zwei-Krin-Hörner hier ins Pflegemarkt durcheinander bringen war aber schon irgendwo wie so ein Schulterklopfen für uns.

00:13:35: Aber auch im Vorfeld haben viele dann halt gesagt, Mensch, so einen Mut.

00:13:38: und selbst sagen wir mal unsere Familien haben gesagt, wenn ich diesen Schritt jetzt zu gehen von einem sicheren Hafen... Wir hatten beide ja sichere Jobs gehabt, haben auch gutes Geld verdient.

00:13:48: und dann halt zu sagen, wir schalten das alles ab und gehen an die Selbstständigkeit und gehen halt all in in volles Risiko.

00:13:54: Das ist halt für viele Menschen eine mega Herausforderung.

00:13:57: Wie gesagt, war für uns auch eine Herausforderung, aber wir haben gesagt Und heute Sachen waren immer noch alles richtig gemacht.

00:14:03: Wir würden es bereuen, wenn wir es nicht gemacht

00:14:04: hätten.".

00:14:05: Ja absolut!

00:14:07: Wie war das bei dem Schritt zu gründen?

00:14:10: Habt ihr euch der irgendwie Unterstützung geholt?

00:14:11: Weil mit Businessplan schreiben und was man dann nicht alles für Gespräche noch führen muss... Das weiß man ja vielleicht unbedingt nicht alles so, was man da alles für braucht.

00:14:18: Ja wir haben zum einen mit der Wirtschaftsförderung zusammengearbeitet, die haben uns da gut unterstützt.

00:14:24: Wir haben auch einen guten Steuerberater, mit dem wir da zusammenarbeiten mit Bengfort und die machen das auch mega toll!

00:14:30: Die haben uns dann mega bei unterstützt.

00:14:32: und dann haben wir mit einem BPA – es ist ein Verband für die Pflegedienste – und der BPA hat uns danach dann auch unterstützt, und das hat halt super funktioniert und super geklappt.

00:14:42: Ja, man muss auch sagen, auch hinsichtlich der Finanzierung und was sich alles, wenn wir von der Sparkasse so super beraten wurden.

00:14:51: In allen Belangen hatten wir eigentlich wirklich gute Unterstützung.

00:14:55: Das funktioniert hier im Münsterland tatsächlich super.

00:14:59: wenn man gut vernetzt ist oder auch, wenn man nicht vernetzt isst.

00:15:02: Man kennt jemand und der kennt wieder jemand anders.

00:15:05: Und dann heißt es hey aber fragt auf den!

00:15:09: Das muss ich sagen das ist schon hier in Münsterland echt glaube ich auch einzigartig dass die Menschen da sich gegenseitig unterstützen und dann halt auch dir gewisse Türen öffnen und sagen hey guck mal und diesen Weg gibt's auch noch Da können wir uns nicht beschweren.

00:15:27: Man muss wirklich sagen, dass es halt alle Diösterunterstützungen geholfen haben.

00:15:31: Das ist jetzt für so ein relativ neues Konzept, das DINHA dann auch dann so offen gewesen sind und die ganze Unterstützung gegeben haben, insbesondere die Sparkasse.

00:15:42: Die Finanzierung war ja nicht ganz ohne, weil wir dann da ohne Betriebsmittel dann vom Beziehwert des Ganzen aufbauen mussten nur mit Personalkosten, wo dann kein Gegenwärter hinter ist.

00:15:53: Also muss man wirklich sagen... ganz toll was wir halt geleistet haben.

00:15:57: und ja, heute.

00:16:00: Sieht sich ja, dass das gut

00:16:01: funktioniert.

00:16:04: Bei dem ganzen Gründungsprozess gab es da auch bestimmte Herausforderungen die ihr meistern musstet.

00:16:08: Ich meine klar erst mal sowieso der Gedanke wir machen das jetzt um den Mut aufzubringen.

00:16:12: natürlich aber gab's darüber hinaus noch weitere Hindernisse wo ich gesagt habe oha das war echt so ein bisschen schwer oder...

00:16:18: Also der Zulassungsprozesse ist tatsächlich nicht ohne also sich da wirklich mit den ganzen Behörden auseinanderzusetzen vor allem wenn man wie gesagt gar keine Ahnung eigentlich von dem ganzen Prozedere hat und auch noch nie gegründet hat.

00:16:33: Und auch gar nicht weiß, mit wie vielen Behörden und Gesundheitsämtern und WTG-Behörden.

00:16:38: Und hast du nicht gesehen?

00:16:39: Ich kannte diese ganzen Behörde und die ganzen Institutionen ja auch gar nichts!

00:16:44: Da musste man sich da wirklich komplett durchhangeln weil für jede Genehmigung brauchtest Du eine andere Genehmigung damit Du diese Genehmigen bekommen sie.

00:16:54: also das war wirklich ein bisschen Dschungel.

00:16:56: aber Wir haben uns da durchgekämpft und die ganze Zulassungsprozesse dauerte auch tatsächlich so vier bis fünf Monate, bis wir dann die Zulassung hatten.

00:17:08: Und vorher kannst du ja gar nicht beginnen.

00:17:10: Du kannst nichts tun!

00:17:13: Das war ein bisschen mühselig aber danach... Gut, ich muss mal auch sagen, Frankissen kommt aus der Prozessoptimierung.

00:17:25: Die Prozesse standen, die Strukturen standen.

00:17:28: Wir wussten wie wir loslegen wollten.

00:17:30: Wir hatten das Fachpersonal und auch natürlich auch die Mitarbeiter.

00:17:33: Wir haben damals mit der stellvertretenden Pflegedienstleitung und der Pflegedienstleitung und mir und wir hatten fünf Betreuungskräfte.

00:17:43: Das ist heute anders?

00:17:45: Ja, da reden wir schon über zweihundert Mitarbeiter mittlerweile nach vierenhalb Jahren – das ist schon krass!

00:17:54: Aber damals sind wir tatsächlich mit zu acht gestartet und haben gewartet.

00:18:00: Und haben gedacht, okay gucken wir mal was da so auf uns zukommt.

00:18:04: Das hat sich aber auch relativ schnell geändert.

00:18:06: also das war schon direkt nach einem.

00:18:08: ich glaube direkt nach dem ersten oder zweiten Monat haben ja schon Leute nochmal zusätzlich eingestellt.

00:18:13: man hat halt auch gemerkt dass die Menschen klar am Anfang waren die alles skeptisch und haben gedacht hey wer ist denn das?

00:18:20: Aber je mehr wir aufgeklärt haben, auch medial und je mehr darüber berichtet haben was wir tun.

00:18:32: Wie wir das tun, damit es einfach den Leuten und je mehr Leute das Angebot einfach probiert haben.

00:18:38: Und das funktioniert ja hier sehr gut im Münsterland.

00:18:40: Einfach dieses von Mund-zu-Mund-Propaganda.

00:18:43: Die waren halt begeistert und zufrieden.

00:18:46: Dann ging das auch relativ schnell.

00:18:47: Ich glaube nach einem zweiten Monat haben wir schon wieder Leute eingestellt.

00:18:51: Ja

00:18:51: also schnell gewachsen.

00:18:52: Wir sind gesund gewachsen an

00:18:54: der Stelle.

00:18:56: Vielleicht könnt ihr mal so ein bisschen auf euer Modell näher eingehen?

00:18:59: Ihr habt eben schon gesagt Ihr macht was ganz anderes als der klassische ambulante Pflegedienst.

00:19:04: Was ist so das, was euch ausmacht?

00:19:06: Was macht ihr da komplett anders?

00:19:08: Wir sehen uns an mehr als Ergänzung zu den klassischen Pflegediensten... Also viele reden dann immer von Wettbewerb und so weiter.

00:19:14: Das ist eigentlich totaler Quatsch, also in der Pflege gibt es keinen Wett Bewerb da markt er ist so groß Es gibt so viele pflegebedürftige Menschen Nicht nur Senioren sondern halt gemeint auch pflegende bedürftigen menschen.

00:19:25: Und deswegen ist das halt mit wettbewerk totaler quatsch.

00:19:27: Wir sehen uns tatsächlich als Ergänzung zu den anderen pflegediensten.

00:19:32: Da wird halt die medizinische Leistung gemacht da wird vielleicht auch mal mit gewaschen Ja und wir kommen dann halt und betreuen machen den haushalt ja duschen dann auch machen.

00:19:43: Wir nehmen uns halt die Zeit dafür und haben dadurch mit der Pflegekasse ein anderes Abrechnungsmodell gewählt, das funktioniert richtig gut und viele Klassische Pflegedienste finden das schon ganz toll, dass die Pflegefachkräfte nicht mehr dieses Gefühl haben jetzt geht alles nur noch schnell, sondern dann kommt Lesana Weiß ich halt, dann ist auch der Kunde gut aufgehoben und ich brauche mir da halt keine Sorgen mehr darum zu machen.

00:20:14: Und das geht mittlerweile schon ganz gut viral.

00:20:20: und auch die Mund-zu-Mundpropaganda funktioniert im ganzen Kreis Borken mittlerweile gut bis über ein Kreis Großfeld Steinfurt Und jetzt auch recht in den Hausen haben wir da schon echt einen guten Ruf.

00:20:33: Das macht mega viel Spaß.

00:20:35: und somit ist es halt dann auch entstanden, dass man gesagt hat, wir haben ein zeitindizides Konzept das dann halt auch Assistenzdienste dazu gekommen sind für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung dass halt Schulbekleidungen für Kinder mit Diabetes das Dieter zugekommen sind, weil die halt alle gemerkt haben, ihr weiß was?

00:20:52: Die nehmen sich erzeitlich ein Konzept.

00:20:54: Ob sie jetzt zwei Stunden vier Stunden sechs Stunden acht Stunden bei den Mitarbeiter oder bei den Kunden sind ist vom Beziehbar.

00:21:01: dann der Konzept und somit können wir uns auch so breit aufstellen und mit diesen ganzen Menschen arbeiten es zum einen für die Mitarbeiter toll ja und zum anderen logischerweise auch für die Kunden.

00:21:14: Eine weitere Besonderheit ist ja, dass ihr auch keine Wartelisten habt.

00:21:17: Also bei euch kann man anrufen und in der Regel habt ihr dann direkt eine Lösung parat.

00:21:22: Das schafft ihr eigentlich nur weil ihr entsprechend ein großes Team in der Hinterhand habt.

00:21:26: Vielleicht erklärt ihr nochmal wie das funktioniert?

00:21:30: Ja letztendlich ist es so... Das war das was mich halt immer so geärgert hat Wenn irgendwo, wenn wir dann so Mystery-Cords gemacht haben bei anderen Pflegediensten.

00:21:40: Ja in drei Wochen haben wir vielleicht die Kapazitäten oder in vier Wochen

00:21:43: usw.,

00:21:44: was aber auch kein Vorruf ist.

00:21:45: Es fehlt halt einfach nur ein Fachgriff und da haben wir gesagt das wollen wir eigentlich nicht.

00:21:50: Wenn man anruft und braucht Hilfe der braucht ja

00:21:53: jetzt genau und nicht

00:21:54: erst in sechs Wochen nicht erst wenn es eine Warteliste zulässt?

00:21:57: Und da habe ich gesagt für uns entschieden Wir stellen Mitarbeiter ein, wir stellen Mitarbeiter auf Zukunft ein Und dann haben wir halt zwei Mitarbeiter, die wir am Ende des Tages auch bezahlen müssen.

00:22:09: Aber wir brauchen den Kunden nicht nein sagen, sondern wir können morgens starten und bis jetzt hat es immer mega gut funktioniert.

00:22:15: Zwischendurch gab's immer mal so eine Situation weil wir relativ schnell gewachsen sind, hat man zwischendurschmal ein Liquiditätsthema, weil leider Gottes die Kassen auch nicht immer so schnell bezahlen wie man sich das gerne wünscht.

00:22:29: Dann hat man dann halt mal auch zu viel Personal in bestimmten Situationen, dann haben wir dann noch einmal gebremst.

00:22:35: Aber da ist uns jedes Mal wieder auf die Füße gefallen und deswegen haben wir ... Das war halt ein Ausprobieren, dass die Mitarbeiter das Konzept verstehen, dass wir Mitarbeiter dann auch verhalten müssen.

00:22:45: Haben wir dann halt einmal gebremst?

00:22:46: Ist es uns auf die füße gefallen?

00:22:47: Da mussten wir halt auch mal zweimal bis jetzt in den fünf Jahren absagen, sodass wir das nicht sofort starten konnten.

00:22:55: Aber mittlerweile ist es bei allen in den Köpfen drin und dann wissen die auch, warum da ein oder andere Mitarbeiter zusätzlich eingestellt wird.

00:23:03: Das funktioniert mittlerweile mega gut!

00:23:05: Aber das muss man halt tun damit man wirklich auch die Versorgung sicherstellen kann.

00:23:09: Ja, das hat uns auch total geärgert.

00:23:11: Es ärgert uns eigentlich bis heute noch diese Situation, dass wir diese zwei Versorgungen nicht sofort starten konnten.

00:23:19: Die eine haben wir dann auch verloren tatsächlich weil dann auch wirklich direkt... Ja, der Bedarf da war und die Unterstützung gebraucht wurde.

00:23:27: Wir konnten das nicht leisten.

00:23:28: Das hat uns echt geärgert.

00:23:30: Und das war uns echt eine Lehre.

00:23:31: Dann haben wir gesagt okay es sagt keiner mehr.

00:23:36: Aber auch da war das genauso.

00:23:39: als mein Schwiegervater verstorben ist und wie meine Schwiegermutter dann zu uns hier hin ins Minsterland geholt haben haben wir genau diese Mystery Calls gemacht.

00:23:48: Eigentlich waren es ja keine, ich habe wirklich jemanden gesucht damals, der sie einfach ein bisschen unterstützt, der mich entlastet und das hieß immer nur, ich setze die auf eine Warteliste und da haben wir schon gesagt, dass darf uns dann nicht passieren.

00:24:02: Das ist total... Das hilft ja den Menschen nicht.

00:24:06: Der Mensch ruft ja nicht an, einfach aus Zugs- und Dallerei sondern er ruft an weil der Not hat.

00:24:11: Weil da wirklich gerade in dem Moment der braucht die Hilfe und wenn du ihm sagst ihr in sechs Wochen dann hat sie auch schon alles erledigt, wird auch nicht weiter.

00:24:20: Letztendlich ist es ja immer ein Planungsthema.

00:24:22: Wenn ich jetzt plane... Ich plane halt so wie wir haben jeden Monat fünf bis sechs Kunden.

00:24:27: das sind jetzt auch Erfahrungswerte, die da wenigstens dazukommen, da brauche ich auch die Menschen dazu.

00:24:34: Wir haben unsere Planung, das besprechen wir mit unseren Mitarbeitern.

00:24:38: Was passiert auf der Kundenseite?

00:24:39: Was passiert in der Dispositionen-Seite?

00:24:41: Und dass gleiche passiert dann logischerweise auch an der Personale Seite.

00:24:45: Der weiß mittlerweile auch jeder!

00:24:47: Wir machen jetzt eine Marketingaktion, wir gehen auf eine Messe wie jetzt da man mal auf der Aufwind oder wir machen halt eine Flyer-Verteilung oder eine Anzeige in der Zeitung.

00:24:55: Wenn wissen wir dann kommt wieder ein größeres Aufkommen auf einmal und da brauchen wir natürlich auch die Menschen die die Versorgungen übernehmen können.

00:25:01: Letztendlich ist es das kleine Einmal Eins des Unternehmertums.

00:25:03: Es

00:25:05: ist für euch leicht Fachkräfte zu finden?

00:25:07: Oder wie seid ihr da aufgestellt?

00:25:09: Also Fachkräfte ist tatsächlich nicht ganz so einfach, wobei immer mehr Fachkräften tatsächlich auch zu uns kommen und weil wir unser Konzept toll finden.

00:25:18: Wir können uns jetzt Zeit für die Menschen nehmen.

00:25:19: Ich habe mir mal Pflege genannt um ja dann auch die Zeit zu nehmen.

00:25:23: aber wir haben auch ganz viele Quereinsteiger und die haben halt das Herz an der richtigen Stelle.

00:25:30: Da kann man wirklich sagen von unseren zwundert Mitarbeitern sind da neun in neunzig Prozent.

00:25:33: die machen da immer ein mega tollen Job.

00:25:36: Ab und zu mal steht man halt auf.

00:25:37: Das haben wir alle, dass man halt mal nicht so gute Laune hat das passieren.

00:25:40: Aber wir haben mega tolle Mitarbeiter die das alles mega gut wuppen da draußen bei den Kunden Und viele Quereinsteiger wie gesagt mit dem Herz in der richtigen Stelle Mit gesunden Menschenverstand Die machen so einen tollen Job.

00:25:55: Da kommt tatsächlich immer mehr zu uns.

00:25:58: Die hat dann gesagt, ich möchte halt was Gutes tun.

00:26:01: Ich möchte den Menschen halt etwas Gutes tun und ich möchte ihnen Menschen helfen.

00:26:04: Da kriegt dafür noch eine gute Entlohnung, das ist immer am Ende des Tages mehr.

00:26:07: Genau

00:26:08: die werden dann halt eingearbeitet und angelernt von unseren Fachkräften und führen wirklich einen Megajob aus.

00:26:16: muss auch sagen wir wären sicherlich heute nicht an dem Punkt wo wir sind wenn wir nicht solcher tollen so ein tolles Team draußen hätten weil Dass das tatsächlich unser Gesicht nach draußen, die Arbeit direkt beim Kunden.

00:26:28: Und wenn der Kunde zufrieden ist dann profitiert man nicht nur als Mitarbeiter sondern wir als Unternehmen profitieren davon weil er dann spricht ja auch gut darüber.

00:26:37: und nur so... Es ist uns ja auch möglich gewesen letztendlich zu wachsen weil wir tatsächlich ein super tolles Team daraus haben was eine mega Arbeit leistet!

00:26:47: Wenn man sich mal eure Homepage anschaut oder auch generell euren Außenauftritt, dann merkt man ja auch ihr macht das wirklich grundsätzlich ein bisschen anders.

00:26:55: Also ich hatte nur den einen Slogan gesehen der heißt geflicht, rocken wir das?

00:26:58: Da müsste ich schon ein bisschen schmunzeln!

00:27:01: Es klingt alles so ein bisschen mehr nach Leichtigkeit, bisschen mehr Menschlichkeit einfach nicht so eingestaubt.

00:27:08: wie definiert Ihr Pflege?

00:27:09: für euch?

00:27:09: ist es genau die die Außendarstellung und die Außenwirkungen die ihr erzielen möchtet.

00:27:15: Man freut mich, dass ihr das aufgefallen ist.

00:27:18: Das ist natürlich hier mein Steckenpferd, das Marketing und die Außendarstellung.

00:27:22: Und es war uns von Anfang an sehr wichtig, dass wir anders auftreten.

00:27:27: Nicht nur weil wir ein anderes Konzept haben, weil wir aber auch Pflege nicht so sehen, jetzt brauche ich Pflege und jetzt ist das Leben vorbei!

00:27:34: Und man muss sagen – und das ist kein Hate oder Front – was sie nicht alle sagen und keinen Vorwurf an andere.

00:27:41: Das kann ja jedes Unternehmen so machen wie er will Aber wenn du dir zum Beispiel jetzt die Werbung anguckst von anderen Pflegediensten, dann ist das immer alles sehr... Okay ich bin kurz vorm Abnippeln.

00:27:51: Das war es ne?

00:27:53: Alles schlimm!

00:27:54: Alles düster!

00:27:55: Es zeigt immer nur ... wie gebrechlich ich bin im Alter.

00:28:00: Und das ist es doch heute nicht mehr, ne?

00:28:03: Auch wenn wir alt werden können wir trotzdem... Ist das Leben lebenswert und es kann auch cool sein und ich kann trotzdem noch am Leben auch teilhaben, auch wenn ich vielleicht die eine oder andere Einschränkung habe und vielleicht gewisse Dinge nicht mehr so kann, wie ich sie in meinen jungen Jahren kann.

00:28:17: aber ich bin trotzdem cool, ich kann trotzdem lustig sein.

00:28:20: Ich kann trotzdem das Leben genießen wenn ich dann halt auch die richtige Unterstützung bekomme.

00:28:27: und das ist auch genau das was wir wollten.

00:28:30: Wir wollten halt auch zeigen dass älter werden oder pflegebedürftig zu sein nicht direkt damit heißt dass das leben endet oder dass das Leben nicht mehr lebenswert ist sondern man kann immer noch Spaß haben trotzdem mit der Situation cool umgehen.

00:28:46: Und das ist uns halt wirklich wichtig, deswegen wollen wir nutzen wir auch frischere Farben.

00:28:51: also das ganze CI-Konzept war schon so durchdacht dass wir einfach uns... Also wenn man jetzt nur das Petrol nimmt da hat es halt eher eine beruhigende Farbe.

00:29:00: und auch diese ganzen ja dieses Slogans die wir nehmen Auch dieses Zuhause ist am schönsten.

00:29:10: Das ist genau das was Oma ja auch immer sagt zu Hause ist am schönsten, die möchte vielleicht nicht entzahlen.

00:29:15: Die möchte in ihren eigenen vier Wänden bleiben und damit versuchen wir uns halt auch irgendwo so ein bisschen abzuheben.

00:29:23: Und das kommt auch gut an.

00:29:24: also wir haben auch unsere Werbefiguren, die wir da haben.

00:29:28: Ein Münster ländischen Namen dann verpasst bekommen von uns, also das ist die Hedwig und der Jupp.

00:29:34: Ah ja, okay, na klar!

00:29:35: Und

00:29:36: genau da haben wir zum Beispiel in unseren Slogans auch gesagt ab Prob braucht Jupp Hilfe.

00:29:42: so und irgendwie ist das jetzt auch total drin.

00:29:46: Jeder sagt hier Jupp und Hedwig und wir konnten z.B.

00:29:50: auch letztes Jahr habe ich irgendwann mal die Idee gehabt weil wir ja auch so ein erklärungsbedürftiges Konzept haben.

00:29:57: Jeder denkt ja, gut ist ein Pflegedienst.

00:29:59: Aber sind wir schon aber ein besonderer Pflegendienst und wir konnten zum Beispiel hier zwei Urgesteine aus Freden, Hanni und Jupp die hier das Restaurant zum dicken Jupp haben, die konnten mir tatsächlich auch überzeugend mit uns Videos zu drehen um unser Konzept zu erklären dass auch auf platt.

00:30:21: Das kam supergut an und da werden jetzt auch noch ein paar weitere Folgen drehen.

00:30:27: Aber auch da machen wir das natürlich ganz, ganz anders wie der andere klassische Pflegedienst.

00:30:31: Sei ich mal, der dann nicht andere Wege geht?

00:30:35: Wir stellen noch im ersten Gespräch.

00:30:36: Stellen wir ganz andere Fragen.

00:30:38: Es geht ja nicht darum, was müssen wir denn jetzt alles bei Ihnen machen?

00:30:41: Spritze geben, Strünfe anziehen und dann duschen.

00:30:44: Sondern bei uns ist die eine der wichtigsten Fragen ist, was wünschen Sie sich denn mal wieder zu tun?

00:30:49: Und das ist halt echt eine Frage, die wir dann, wenn man das den Menschen stellen und dann stocken die erst mal und sagen was soll ich jetzt sagen?

00:30:56: Was wünsche ich mir eigentlich.

00:30:58: Da haben wir mittlerweile ganz tolle Versorgung, die Wir haben, wo wir ein älteres Ehepaar waren immer freitags zum Kaffee trinken auf dem Flugplatz hier in Stadtlohn.

00:31:09: Dann fahren wir freitag immer mit denen hin und drehen mit ihnen dort Kaffeedrinken.

00:31:13: Das ist für die eine mega tolle Zeit.

00:31:15: Das könnten die alleine ohne uns... Wir haben eine andere Versorgung.

00:31:20: Eine Frau, die über fünf Jahre oder viele Jahre war sie alleine zu Hause und hat einen ganzen Tag immer nur ihre vier Wände angeschaut.

00:31:28: Und heute sind wir dann halt über die Assistenzdienstleistungen bei ihr zwölf Stunden täglich.

00:31:34: Ja, wir fahren mit ihr einkaufen, wir fangen mit ihr ins Museum, waren letztens mit ihr bei Letztens gewesen.

00:31:40: Das sind die Menschen wahnsinnig dankbar.

00:31:43: und das sind jetzt nur ein paar Beispiele, was unsere Mitarbeiter draußen auch für wie gesagt ich habe es schon ein paar mal gesagt einen tollen Job machen.

00:31:50: Was sie dann halt mit den Kunden da alles veranstalten wo die dann wirklich Wünsche erfüllen und das ist echt toll dass wir das ja nachher so in der Pflegekasse umsetzen können.

00:32:02: Wir haben tatsächlich auch Kunden mit denen wir in den Urlaub fahren Die halt aufgrund ihrer Einschränkungen das nicht mehr alleine tun können oder die Angehörigen ja auch irgendwo auch im Urlaub mal eine Entlastung brauchen.

00:32:15: Und ja, auch da fahren wir mit denen... Wir hatten jetzt auch gerade erst vorgestern ist einer zurückgekommen, der war eine Woche lang mit einem Kunden unterwegs und davor war noch auch eine Kollegin, die war auch mit einer Kundin Ne, zwölf Tage.

00:32:35: Ja und das sind halt natürlich auch echt tolle Momente wenn man dann auch sieht wie glücklich du den Menschen machst und auch in der Familie wie viel Entlastung du da auch schaffen kannst für die Angehörigen.

00:32:48: Das ist schon eine schöne Sache her!

00:32:51: Okay, dann lass uns noch mal so ein bisschen in die Zukunft schauen wo Lesana hingehen soll sozusagen.

00:32:59: Ihr habt jetzt glaube ich heute um die zwei Hundert Mitarbeiter waren das glaube ich und ihr habt ja vor kurzem auch hier einen Vitalzentrum in Frieden eröffnet und ihr arbeitet gerade auch noch an einem Projekt in Thunäsien.

00:33:08: da müssen wir gleich nochmal drüber sprechen.

00:33:11: Was habt ihr denn so im Kopf für eure Zukunft?

00:33:13: Wo soll Lesana in fünf Jahren stehen?

00:33:16: Ach, hier unser Visionär.

00:33:19: Nein, fünf Jahre ist letztendlich so sein Mal klar!

00:33:22: drei, vierhundert Mitarbeiter wenigstens.

00:33:25: Dass wir die haben werden und dass man dann halt auch uns breit aufstellen.

00:33:29: Das ist jetzt eigentlich auch so ein Grund mit für die Zukunft.

00:33:32: Man hört ja auch die ganze politische Diskussion in den letzten Wochen- und Monaten.

00:33:36: Die Krankenkassen, die haben Defizite, die Pflegekassen.

00:33:41: Und so schauen wir da natürlich auch was machen kann.

00:33:44: Auch deswegen das Vitalzentrum.

00:33:45: Da geht es sehr viel um Präventionen.

00:33:50: Gesundheit schon mal vordenkt, dass die Menschen halt später oder im besten Fall auch nicht pflegebedürftig werden.

00:33:57: Ja und da haben wir ganz viele mit Rühlenlufttherapie, mit Infrarottherapien, mit Beckenboden-Gesundheit, ja mit den Infusionstherapien mit Phitaminen

00:34:09: usw.,

00:34:09: das war da halt viel daran arbeiten, dass wir die Menschen dann her gesund erhalten Und sagen wir mal so nicht immer nur die Symptome bekämpfen, sondern halt auch an die Ursache rangehen.

00:34:20: Da gucken uns die Blutanalysen dann halt auch gemeinsam an.

00:34:23: Wir haben ein tolles Ärzte-Team in Hintergrund, die über Telemedizin dabei sind mit Munika Wissing eine tolle Heilpraktikerin, die auch sehr bekannt ist hier im Raum Frieden und über die Grenzen hinaus.

00:34:34: Die uns dabei unterstützen, die uns dabei helfen.

00:34:37: Deswegen geht es da hauptsächlich um das Thema Prävention.

00:34:42: Es hat letztendlich auch wieder aus einer Geschichte entstanden, die wir halt selber erlebt haben.

00:34:46: Wir wollten tatsächlich Wohngruppen aufmachen hier in Deutschland und wir haben über Altersheim nachgedacht weil viele Kunden gesagt haben Mensch zu Hause geht es halt nicht mehr.

00:34:55: Wir würden aber gerne bei euch bei Lesana bleiben und Glück im Unglück.

00:35:00: da ist meine Frau halt krank geworden.

00:35:02: dann mussten mal die WGs dann halt absagen.

00:35:04: das hat leider dann halt nicht geklappt.

00:35:06: heute sagen wir Vielleicht ganz gut, dass es nicht geklappt hat.

00:35:10: Die ganzen Kostenexplosionen in den letzten Wochen und Monaten, die wir da erlebt haben... Da wird so ein Pflegeplatz mal ganz schnell bei Vierundhalb bis Fünftausend Euro, die man dann halt dazu bezahlen muss.

00:35:23: Und wir hatten schon die Gelder!

00:35:25: So waren wir dann im Urlaub gewesen.

00:35:28: Dann haben wir uns die Stauverskulisse in Tunesien angeschaut.

00:35:33: Auf Rückweg sind wir dann ins Hotel gefahren, also an einem fünften Sterne-Hotel Und das stand komplett leer.

00:35:38: Da war keine Menschen Seele, die haben nur Mittagstisch gereicht und dann war halt vorbei.

00:35:42: Dann haben wir uns die Anlage so ein bisschen angeschaut.

00:35:45: Dann habe ich zu meiner Frau gesagt, dass hat Mensch jetzt Städte immer vorhassert.

00:35:48: alles schön mit Weisembad im Ende und den Cocktail in Magen.

00:35:51: Die ganzen älteren Menschen und eine riesengroße Poolanlage.

00:35:54: also das wäre doch was Tolles!

00:35:55: Ich hab' das wirklich noch auf Video.

00:35:57: Okay ja!

00:35:57: Ich habe da

00:35:57: wirklich gerade so einen Video gemacht.

00:35:59: unsere Kinder sitzen da irgendwie im Hintergrund er guckt sich das an und dann haut er das raus und der Moment gucke ich ihn an Ja, und hab dann wirklich abgedreht.

00:36:07: Ich hab irgendwo das Video noch ... Und dann haben wir gesagt, wir konnten auch gar nicht mehr aufhören.

00:36:11: Wir haben diese Idee kam so aus ihm raus.

00:36:16: Die ganzen Tage bis hier wieder zurückgeflogen sind, haben wir nur darüber diskutiert, okay, wie könnte sowas funktionieren?

00:36:21: Also eine Senioren-WG quasi in einem Fünfsterne-Hotel im Tunisien.

00:36:27: Ja, und da haben wir dann halt ein Konzept zu Hause geschrieben.

00:36:30: Ähnlich wie wir es hier in der Gründung gemacht haben.

00:36:32: Wir haben das Konzept geschrieben.

00:36:34: Da hat er uns einen Wirtschaftsministerium von Hammamet geschickt.

00:36:38: Und an den Regierungsverantwortlichen dafür haben wir keine Antwort bekommen.

00:36:45: Ich fand mal ein bisschen schade, weil meine frausischen und arabischen Welt ganz gut auskennt habe ich gesagt was machen wir denn nun?

00:36:51: Dann haben wir die Botschaft und die Regierung direkt angeschrieben im Tunisien

00:36:56: Die Botschaft hier in Deutschland.

00:36:57: Und somit haben wir dann halt sechs Wochen später eine Einladung gekriegt, durften das Konzept erstmal hier in Deutschlands bei so einer Gesellschaft vorstellen die letztendlich die Investition fürs Ausland prüft also für Tunesien und die Dannhalter Tunesische Regierung sagt es ist okay oder nicht?

00:37:18: Die haben gesagt, die haben das toll gefunden.

00:37:19: Da waren wir auch noch in Köln gewesen und haben das vorgestellt.

00:37:22: Ja dann haben sie uns dann eingeladen und dann durften wir dann in Tunesien bei Sieben Ministerien dann vorsprechen.

00:37:30: Ich nicht!

00:37:31: Weil ich kann kein Englisch oder keinen Arabisch.

00:37:34: Und deswegen... Ich verstehe

00:37:35: nicht so gut sein Aussieslang.

00:37:37: ...durfte meine Frau das rocken.

00:37:41: Das war halt eine mega spannende und tolle Zeit Und da kannst du ja ein bisschen mehr davon erzählen.

00:37:46: Ja, das war völlig verrückt wenn ich ehrlich bin.

00:37:48: Also klar am Anfang als es dann hieß, wann können Sie denn runterfahren und das vor den Ministerien vorstellen?

00:37:57: Versucht man auch so als Unternehmer natürlich total nonchalant zu sein und zu sagen... Klar, gar kein Problem!

00:38:02: Überhaupt

00:38:03: kein Ding!

00:38:06: Was wollen die von

00:38:07: mir?

00:38:08: Und als wir raus sind, sagte Frank okay, also wir sollten dann noch irgendwie so ein paar Sachen schicken, die sie haben wollten.

00:38:15: Man sagt ja gut das und das ist Hammerjahr, dass können wir es schicken und ja gut visualisieren müsstest du noch.

00:38:20: Dann habe ich gesagt ey jetzt klappst du vor sich selbst nicht, dass wir von der Regierung eingeladen werden, so ein Blödsinn!

00:38:25: Ja wir hatten aber dann tatsächlich vier Wochen später die offizielle Einladung der thonistische Regierung.

00:38:30: da ging mir echt also die Düse weil ich gedacht hab wow Aber es war natürlich eine absolute Erfahrung und eine absolute Ehre.

00:38:38: Du gehst dahin, dann bist du in der Delegation, die überall hingeführt wird und überall durften wir das vorstellen.

00:38:45: Es war auch nicht einfach, man darf das natürlich auch nicht vergessen.

00:38:48: Das ist ein tunisisches oder Arabisches Land da... Hast du schon zu kämpfen als Frau, dich dann da auch zu behaupten?

00:38:56: Aber das glaube ich hat auch ganz viel Eindruck geschindet.

00:38:59: Weil ich dann halt natürlich ihre Sprache gesprochen habe und das war ganz cool.

00:39:06: War sehr aufregend!

00:39:07: Wir waren ja jetzt mittlerweile mehrmals schon bei der tunesischen Regierung weil wir das Konzept jetzt natürlich oder die Projektidee verfeinert sich jetzt immer mehr so dass wir sagen können okay spätestens nächstes Jahr wird es dann richtig losgehen.

00:39:22: Jetzt gibt es natürlich noch ein paar Dinge zu klären.

00:39:27: Aber da sind wir gut dabei und das ist eine mega Herausforderung, tatsächlich machen sie die Franzosen schon.

00:39:34: Die bringen schon ihre älteren Senioren nach Tunesien in diese Hotelanlagen weil die halt alle leer stehen und auch die Italiener machen das auch.

00:39:44: aber Von Deutschland, wir haben ja nun mal den Ruf dieses Superstrukturierte.

00:39:53: Alles richtig und darauf sind die natürlich total im Welt.

00:39:58: Da freuen wir uns.

00:40:00: Das stellen wir uns noch einmal breiter auf für die Zukunft.

00:40:05: Also bleibt das Ganze ja auch irgendwie spannend für uns.

00:40:08: Wir sind auch sehr umtriebig, das wissen wir auch selber aber wir brauchen es auch.

00:40:11: Wir sagen auch immer wieder diesen Spruch den gibt's der fällt bei uns zu Hause immer häufiger auch für unsere Kinder Stillstand ist Rückstand und wir versuchen uns halt immer wieder die Herausforderung irgendwo zu schaffen damit wir uns weiterentwickeln können.

00:40:29: Das Thema wird hier spannend.

00:40:31: Wir haben mittlerweile auch schon Anfragen von anderen Ländern bekommen, die das mitbekommen haben.

00:40:40: Bedarf und können uns das auch mega spannend vorstellen.

00:40:44: Weil halt sagen wir mal so, das klingt vielleicht auch ein bisschen blöd aber man hat halt nicht so hohe Lohnkosten, man hat ja noch nicht sohohe Betriebskosten usw.

00:40:52: Und man kann dann halt so einen Pflegeplatz, wenn er Vierundhalb bis Fünftausend Euro hier kostet, kann ich dort mit einer wirklichen Vier-undzwanzig Siebenbetreuung und Pflege dann auch für Dreitausende Euro anbieten Ja und ich habe dort all inclusive, ich hab schönes Wetter.

00:41:08: Und ich hab wirklich vierundzwanzig Stunden jemanden um mich rum, dass ich um mich kümmere.

00:41:12: Das ist halt das Tolle daran!

00:41:13: Und dort haben wir auch in Tunesien eine Arbeitslosenquote von siebenundzwanzig Prozent.

00:41:21: Von diesen sieben und zwanzig Prozent sind tatsächlich achtzig Prozent Frauen, die arbeitslos sind.

00:41:26: Da ist natürlich das Arbeitsministerium mega begeistert wenn wir dann so eine Struktur schaffen dass die Menschen dort halt alle in Arbeit kommen und vor allen Dingen nicht das Land verlassen sondern vielleicht auch dort bleiben weil sie dort halt Arbeit bekommen.

00:41:42: Und das ist halt eine tolle Situation.

00:41:44: Letztendlich ist es eine Win-Win-Situation für alle, für unsere Senioren und die Menschen in den Tunisien, ja?

00:41:49: Für uns als Unternehmen.

00:41:51: Das ist halt das Schöne an der ganzen Geschichte, weil da muss keiner wo sagen, ich muss auch irgendwelche Kompromisse eingehen, sondern letztendlich haben wir mal... Wie gesagt, im Gewinn für alle.

00:42:00: Und wie gesagt das machen sich da unten so auch in Thulésien selber.

00:42:03: Da sind so viele Türen die der Karate aufgehen, dass man mittlerweile schon wieder aufpassen müssen sein und nicht überholen selbst.

00:42:12: Ich muss immer bremsen.

00:42:14: Das muss man sagen erst eins nach dem anderen Frank.

00:42:17: Also ist eine ganz tolle Geschichte, die wir dann gemeinsam entwickelt haben.

00:42:21: Ich glaube es wird ein tolles Projekt.

00:42:24: Da freuen wir uns einfach wirklich drauf.

00:42:26: Darf man mal gespannt sein, wie sich das weiterentwickeln?

00:42:29: Ja!

00:42:30: Generell für euren unternehmerischen Mut und auch für eure ganze Gründungsgeschichte seid ihr ja vor ein paar Wochen ausgezeichnet worden mit dem Gründungpreis West-Münsterland.

00:42:39: Habt ihr damit gerechnet oder mit welchen Erwartungen habt ihr euch da überhaupt beworben?

00:42:43: Wenn ich ganz ehrlich bin – mit Gackheit.

00:42:46: Okay!

00:42:47: Also wirklich

00:42:48: ist es gut gelaufen.

00:42:49: Ja

00:42:50: super!

00:42:52: Wir waren also wirklich völlig platt.

00:42:54: Also ich hatte das gesehen auf Social Media und hatte schon so gedacht, ich würde da wohl gerne mal mitmachen.

00:43:04: Man sieht es ja auch immer, es gibt diesen großen Preis des Mittelstands.

00:43:09: Den hatte ich damals bei meinem alten Arbeitgeber die Bewerbung mitgemacht.

00:43:14: Und dann habe ich das gesehen und gedacht, eigentlich ist das ja auch ganz cool.

00:43:17: aber ach nee!

00:43:18: So, mein Scheut sich ja immer alle Fakten freizugeben.

00:43:23: Das ist nur mal so und man kann es sich ungefähr vorstellen wie viel Zeit auch eine Bewerbung in Anspruch nimmt und sagt, boah nee, ne.

00:43:33: Und im Alltagsgeschäft denkst du dir nie, kann ich jetzt gar nicht gebrauchen?

00:43:37: Aber dann hatte ich ein Gespräch mit einer lieben Freundin und irgendwie sagte die, ach jetzt komm, trau dich doch!

00:43:49: Dann habe ich gesagt, okay, dann machen wir das.

00:43:51: Und dann haben wir zwei uns eingeschlossen und haben dann halt innerhalb von einem Nachmittag... Es war gar nicht so schlimm wie ich mir das gedacht hab.

00:44:00: Ich habe gedacht, mein Gott weiß was?

00:44:01: Nein!

00:44:02: Das ging wirklich.

00:44:02: innerhalb von drei Stunden hatten wir die Bewerbung fertig Und dann haben wir die abgeschickt.

00:44:06: und dann haben sie gesagt, okay, wir gucken einfach mal.

00:44:08: Also ich hatte aber wirklich null Erwartungen.

00:44:11: Nach ein paar Wochen haben wir einen Anruf bekommen wo man uns gesagt hat Wir sind unter den letzten fünf Finalisten.

00:44:19: Das war schon für uns tatsächlich der Erfolg.

00:44:21: Da haben wir das total gefeiert hier im Büro mit dem ganzen Team und hey!

00:44:25: Wir sind die geilsten Wir sind hier unter den Fünf-Finalisten.

00:44:30: Mit mehr Erwartung habe ich jetzt nicht so gerechnet Keine Ahnung, vierter Platz, fünfter Platz.

00:44:35: Vielleicht auch dritter Platz wenn es gut läuft.

00:44:38: und dann sind wir zu der Veranstaltung hin.

00:44:42: und also man hat sich ja auch noch vorher kennengelernt bei dem Pitch Training und klar wusste man dann schon ein bisschen mehr und wusste okay jetzt geht die auch um die wirtschaftlichen Aspekte.

00:44:55: und dann haben wir gedacht so schlecht sind wir da auch nicht ne?

00:44:58: Dann konnten wir uns ungefähr ausrechnen und haben gesagt ok also vielleicht dritter oder zweiter Platz.

00:45:04: Aber ich habe nie damit gerechnet, dass wirklich jetzt der erste Platz geht und ich hab das schon ein paar Mal auch gesagt.

00:45:09: Ich bin wirklich davon ausgegangen, der Preis geht nach Kursfeld weil das ja auch oft so eine politische Geschichte ist.

00:45:15: Der Kreis Borken hatte letztes mal gewonnen.

00:45:17: bestimmt gewinnt diesmal der Kreiskussfeld.

00:45:20: Man muss auch dazu sagen, waren ja auch mega tolle Bewerber.

00:45:23: Ja!

00:45:24: Die

00:45:24: logische innovative Konzepte hat sie hier schatten, wenn ich nur an das Unternehmen denke bin mit der Pferdesalbe.

00:45:34: Das war genial und die Frau, die das präsentiert hat, war auch mega genial.

00:45:39: Ja, und das war schon toll.

00:45:41: Und dann sagen wir mal auch das mit den Asche-Tekturgesellschaften... Ja genau

00:45:45: aus Bochhold

00:45:47: von Studio S. Die

00:45:49: waren auch mega klasse.

00:45:50: ja!

00:45:50: Das war schon echte, wo man gesagt hat, wow da sind halt schon Konzepte die sind halt wirklich auch innovativ, sie machen auch ganz tolle Geschichten und ganz toller Sachen und deswegen war die Erwartungshaltung dann halt nicht mehr so ganz so groß, wie gesagt.

00:46:05: Der erste Platz wird es dann halt auf jeden Fall sein, weil das schon tolle Bewerber damit dabei gewesen sind.

00:46:13: Ja genau deswegen habe ich hier wirklich eine Daukey-Zutritte oder zweiter Platz, aber jetzt nicht erster.

00:46:20: Weil wir ja auch... Wir haben ein sehr erklärungsbedürftiges Konzept und das ist viele Sachen als Pflegedienst?

00:46:27: Oder ist es ein niederschwertiger Betreuungsdienst?

00:46:29: Aber dass wir da zwischenliegen Mit dem Konzept, was wir halt machen.

00:46:33: Das haben ja nicht so viele auf den Schirm und man muss sich schon intensiv mit dem Unternehmen auseinandersetzen um zu wissen, was man dann halt macht.

00:46:43: Ist das aber selbst in der Pflegelandschaft, ist da teilweise auch noch so wo die Sachen sagen, isst das jetzt wirklich ein richtiger Pflegedienst?

00:46:50: Ja oder nein!

00:46:52: Aber am Ende des Tages... vor allem vom medizinischen Dienst, werden wir geprüft.

00:46:57: Wir haben dort auch dann Bestnoten bekommen jetzt schon das zweite Mal hintereinander und das ist halt wirklich wo man sagt aber das muss halt jemand wissen ja und deswegen haben wir gerade nicht so eine große Erwartungshaltung.

00:47:13: Ich bin tatsächlich auch schon bei der Lauda zu für den Zweiten aufgestanden, bis ich dann irgendwann mal in meinen Gehirn reingestickert ist.

00:47:19: Moment da passt nicht!

00:47:20: Da sind gar nicht wir, ne?

00:47:24: Wie Frank mich runtergedrückt hat und gesagt hat er, Schatz, ich glaube, wir haben gewonnen.

00:47:30: Ja, umso größer war natürlich auch die Freude muss man auch echt sagen.

00:47:34: Aber da brasselt ja auch so viel auf einen ein in dem Moment.

00:47:37: So richtig begriffen habe ich es glaube ich erst am nächsten Tag weil da so viele auf dich eingebrasselt ist und jeder dahin geschleppt hat, dort hingeschleppt und dieses Ding auch unfassbar schwer ist.

00:47:50: Wir haben den ja da vorne stehen, der musst du nachher einmal halten.

00:47:53: Der ist hier wirklich richtig schwer!

00:47:56: Aber

00:47:56: wir sind super stolz, dass wir das mit nach Hause nehmen durften oder nach Frieden mitnehmen durften.

00:48:03: Es ist schon, muss man auch sagen, auch emotional ist das wirklich eine schöne Auszeichnung.

00:48:08: Weil es halt einfach nicht nur unseren Mut diesen Weg zu gehen, was ich auch anfangs gesagt hatte, dass ja diese Schwelle mal loszulassen, was sicheres und zu sagen okay, ich nehme jetzt meinen ganzen Mut zusammen und gehe durch die Tür.

00:48:23: Sondern es ist ja auch irgendwo eine Auszeichnung für all die harte Arbeit und die Energie, die wir hier reingesteckt haben bezahlt macht und sich man halt auch dafür ausgezeichnet wird, dann macht das auch ganz viel mit ein.

00:48:37: Und da sind wir echt super dankbar dafür dass man auch das gesehen hat, dass wir da was ganz Tolles auf die Beine gestellt haben.

00:48:46: Wie war es jetzt in den Wochen danach?

00:48:48: Hat sich für euch irgendwie was verändert, habt ihr etwas gemerkt durch den Gewinn des Gründungspreises.

00:48:53: Crazy eigentlich!

00:48:55: Aufmerksamkeit ohne Ende, das muss man einfach sagen.

00:48:58: Wir hatten am Montag noch ein Dreh vom WDR der hier eine Reportage über Pflege auf dem Land gedreht hat.

00:49:05: Die wird auch in einem ARD-Mediathek erscheinen weil die sind tatsächlich auf uns aufmerksam geworden weil wir den Gründerpreis gewonnen haben.

00:49:16: Ja, das ...

00:49:19: ja.

00:49:20: Bürgermeister

00:49:21: war da.

00:49:22: Jetzt

00:49:22: haben wir von der Wirtschaftsförderung noch eine Veranstaltung hier bei uns in den Räubern.

00:49:27: Es ist schon Wahnsinn gewesen wie viel Aufmerksamkeit da letztendlich gekommen ist und so weiter.

00:49:33: War schon auch wieviel Glückwünsche gekommen sind.

00:49:35: Das waren wirklich auch für Menschen.

00:49:37: Wir hatten was gar nicht erwartet.

00:49:38: Was heißt erwartet?

00:49:39: Nicht erwartet, sondern die hat man ganz auf den Schirm gehabt und wo man dann halt jetzt wirklich bekannt wird usw.

00:49:45: Und was ich halt persönlich ganz toll finde, meine Frau steht ja an der Spitze des Unternehmens.

00:49:50: also dass wir dann halt auch mal sieht das Frauen sowas auch schaffen können.

00:49:54: Und weil die Frau immer noch, man erzählt zwar in Deutschland alles ist immer gleich und so weiter das Wort.

00:50:00: Aber die Wahrheit ist ein bisschen der Anteil du hast ja sehr viele Unternehmer.

00:50:03: Ja und die Unternehmerinnen werden halt sagen wir mal so manchmal ein bisschen beläschelt oder so.

00:50:07: Das ist halt toll dass meine Frau dann mit mir gemeinsam... Na,

00:50:16: da zeigt gerade ein Herz,

00:50:17: das man vielleicht

00:50:18: mal gerade erklärt.

00:50:20: Ja, dass er toll hinbekommen hat und das muss man wirklich auch... Das finde ich halt schön, dass es mit anerkannt wurde dabei und das ist halt schon echt

00:50:28: cool.

00:50:29: Oh Schatz!

00:50:29: Du bist ja süß okay.

00:50:30: Wollen wir jetzt irgendwie noch bei einer Gehaltserhöhung sprechen?

00:50:37: Ja doch, das ist auch wirklich so.

00:50:40: Da bin ich ganz stolz drauf.

00:50:44: Man muss aber trotzdem sagen, das ist einfach ein schönes Gefühl weil man weiß, man hat jemanden hinter sich der auch hinter einem steht und einen in allen Belangen auch wirklich unterstützt.

00:50:57: und leider Gottes ist es so wie man sagt du wirst als Frau oft belächelt.

00:51:05: Ich weiß auch nicht, warum.

00:51:07: Wir merken das ja immer wieder.

00:51:09: Dann wird immer nur Frank angesprochen und du denkst, ich seh gut aus, genau, ich stehe daneben super schön.

00:51:17: Ich weiß noch nicht, worum sich das immer noch nicht so gedreht hat.

00:51:22: Umso schöner ist es, dass man mich da in allem unterstützt.

00:51:27: Und ich könnte viele Situationen vielleicht auch nicht meistern, wenn ich nicht wüsste okay ... Er ist da, er unterstützt mich.

00:51:37: Er sagt mir auch seine ehrliche Meinung und erdet mich auch ganz oft.

00:51:41: Und das ist mega wichtig damit man überhaupt doch immer wieder die Kraft findet gegen solche Mühlen letztendlich anzugte.

00:51:49: Wir hatten mal eine Situation tatsächlich in Münstern einer renommierten Anwaltskanzlei der tatsächlich dann gesagt hat... Mein Freund sagte dann, nee, das müssen Sie schon.

00:52:03: Meine Frau ist die Geschäftsführerin und Inhaber müssten sie ja so machen?

00:52:08: Ja, die steht doch nur auf dem Zettel.

00:52:10: Wir mussten beide eingeguckt sind aufgestanden und sind dann auch wirklich gegangen.

00:52:15: Aber das kann man nicht ändern.

00:52:17: Das ist leider Gottes manchmal so.

00:52:19: umso schöner weil man das doch immer wieder zeigen kann.

00:52:22: Nee, wir Frauen sind super toll!

00:52:24: Und wir können ganz viel schaffen.

00:52:25: Auf jeden Fall.

00:52:27: Das wäre eigentlich auch schon ein gutes Schlusswort, aber ich hab noch was für euch vorbereitet.

00:52:31: Wir haben ja in unserem Podcast immer ein paar Satzanfänge, die wir gerne vervollständigen lassen...

00:52:36: Oh Anja das hast du uns nicht gesagt!

00:52:40: Ja überraschung!

00:52:42: Aber das kriegt ihr schon hin.

00:52:45: Also ihr könnt euch entscheiden ob ihr beide antworten möchtet oder einer von euch.

00:52:49: Es sind drei Sätze.

00:52:49: der erste wäre damit eine Gründung erfolgreich gelingt braucht man

00:52:55: Mut.

00:52:57: Ja,

00:52:58: Mut.

00:53:00: Als wir den Gründungspreis West-Münster dann gewonnen haben habe ich als erstes gedacht...

00:53:06: Darf' ich das sagen?

00:53:08: What the fuck, nein!

00:53:12: Das ist wenigstens ehrlich.

00:53:14: Ja wirklich, ich hab what the f**k, nein niemals.

00:53:19: Okay und dann... Was

00:53:19: hast du gesagt?

00:53:22: Ich hab gesagt, dass ich mir mega stürz.

00:53:23: Ja?

00:53:24: Ja.

00:53:25: Okay guck.

00:53:27: Ja, und der letzte Satz.

00:53:29: Mein Tipp für alle die sich beim Gründungspreis West-Münsterland bewerben möchten ist?

00:53:33: Es ist gar nicht so kompliziert wie man halt denkt

00:53:36: ja

00:53:36: und es lohnt sich auf jeden Fall.

00:53:39: Auf jeden Fall würde ich auch sagen.

00:53:41: Also das ist wirklich nicht so kompliziert und einfach den... Auch da den Mut raffen und sich zu bewerbern und sich auch zu zeigen und ja auch oft das Stolz zu sein was man erreicht hat

00:53:53: Und nicht Lohnen im finanziellen.

00:53:56: Sondern es lohnt sich halt wirklich, weil man so viele Möglichkeiten, so viele Menschen kennenlernt.

00:54:01: Tolle Menschen, die auch im Nachhinein unterstützen können und für Visionen offen sind.

00:54:07: Das ist eine ganz tolle Geschichte.

00:54:09: Ich kann das in jedem Gründer empfehlen, sich dazu zu bewerben.

00:54:13: Und diesen Prozess einfach mal mitzumachen, weil das ist ein toller Prozess.

00:54:17: Wenn man wird so toll begleitet...

00:54:19: Es ist eine schöne

00:54:20: Erfahrung.

00:54:21: Ja,

00:54:22: hier super!

00:54:22: Alles klar?

00:54:23: Dann Frank Nader, danke für eure Zeit.

00:54:25: Geht dir Anja, dass du hier

00:54:27: warst.

00:54:28: Ja gerne!

00:54:28: Super Spaß gemacht, danke

00:54:29: schön.

00:54:29: Dann wünsche ich euch weiterhin noch viel Erfolg und heute noch einen schönen hoffentlich entspannten Tag.

00:54:43: Danke dir auch, vielen Dank.

00:54:55: Bis dann, ciao!

00:54:57: Wir freuen uns auf ihr Feedback auf Social Media oder per E-Mail an redaktion at wirtschaft-aktuell.de.

Über diesen Podcast

Spannende Gespräche mit interessanten Menschen und relevante Themen, die nicht nur die Wirtschaftstreibenden im Münsterland und dem südwestlichen Niedersachsen bewegen – das und einiges mehr gibt es alle 14 Tage mit dem Wirtschaft aktuell-Podcast aufs Ohr.

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