00:00:06:
00:00:10: Ja, zunächst mal ein herzliches Willkommen in die Runde an Elena und Riccala Weber.
00:00:15: Die beiden Gründerinnen, um die es heute eigentlich geht.
00:00:18: Und ein herzlicheres Willkommen geht auch an Esther Reckermann von der Volksbank im Münsterland, die heute so ein bisschen Gastgeberin ist.
00:00:25: ob schon die Volksbank in Münsterlands ausnahmsweise nicht die Hauptrolle spielt sondern das ist das Unternehmen Loppy ... dazu erfahren wir gleich noch etwas mehr.
00:00:35: Und ehe wir ins Detail gehen, würde ich vorschlagen... Wir machen eine ganz kurze Vorstellungsrunde und natürlich geht die Ehre des ersten Wortes an die beiden Gründerinnen.
00:00:44: Stellt euch doch mal bitte vor!
00:00:46: Ja mein Name ist Riccada Weber Ich bin dreiunddreißig Jahre alt, Mama von zwei kleinen Jungs.
00:00:53: Und ja, bin einer der beiden Gründenen von Loppy.
00:00:56: Ausbildungstechnisch habe ich einen Maßnahmenbereich Nachhaltigkeitsmanagement.
00:01:00: Also man sieht das Thema Nachhaltigkeit liegt mir auf allen Ebenen am Herzen.
00:01:05: Mein Name ist Elena Weber, ich bin Riccardo's Schwester und Co-Founderin von LOPPI.
00:01:12: Ich bin thirty-fünf Jahre alt, habe eine Tochter und bald werde auch noch einen kleinen Sohn haben.
00:01:20: Ich bin studierte Medienwissenschaftlerin und Theaterwissenschaftlerin Aber habe mich mit Lob hier ein bisschen von der Universität wegbewegt in mehr praktische Arbeitswelten.
00:01:34: Ich bin Esther Reckermann, Geschäftsmodellentwicklerin mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit bei der Volksbanker Münsterland.
00:01:41: Bin neunundzwanzig Jahre alt, komme aus Ost-Bewan und hab vom Hintergrund BWL studiert und hier in der Bank mit einem Trainee Ship gestartet und hab dann meine berufliche Heimat.
00:01:56: Ja, sehr schön.
00:01:56: Vielen Dank, herzlich willkommen!
00:01:58: Schön, dass das geklappt hat.
00:01:59: Heute geht es ja um Loppy.
00:02:01: tatsächlich ... Die Volksbank spielt aber auch eine Rolle.
00:02:04: dazu kommen wir gleich.
00:02:05: Aber wie gesagt zum Start erst mal was ist denn eigentlich Loppi?
00:02:09: Wenn man den Namen jetzt erstmal hört ohne zu wissen was dahinter steckt erschließt sich das Geschäftsmodell nicht auf's erste Hören.
00:02:15: Das müssen Sie bitte einmal erklären.
00:02:17: Genau, Loppie ist ein ganzjähriger indoor Kinder-Second Handladen in dem Familien ein Regal mieten können, um Kinder-Second Handsachen zu verkaufen.
00:02:29: Vom Body bis zum Kinderwagen.
00:02:33: natürlich können die Leute dann bei uns auf ganzjährig shoppen, ganz wetterunabhängig und immer lokal vor Ort im Ladengeschäft.
00:02:42: Wo kommt dein Lob hierher?
00:02:43: Was ist das für eine Name?
00:02:44: Was steckt dahinter?
00:02:46: Der Name leitet sich aus dem ... Ich sag mal skandinavischen ab.
00:02:51: Das Geschäftsmodell an sich kommt nämlich auch aus Skandinavien und das heißt so viel wie Flo, wie bei Flo-Markt.
00:02:59: Und wir haben das ein bisschen als Deutsche adaptiert mit dem i. am Ende klingt also ganz süß und auch schon die kleinen zweijährigen Mäuse, die bei uns mit dem Laden sind sagen Loppy und es hat sich so richtig etabliert was wir ganz schön finden.
00:03:12: Jetzt fragen wir mal zum Anfang.
00:03:14: Loppie seit wann gibt es das Unternehmen?
00:03:18: Gegründet haben wir vor etwa zwei Jahren.
00:03:21: Unser erstes Ladengeschäft haben wir im Februar zwanzig fünfundzwanzig eröffnet, unseren zweiten Laden hier in Münster haben wir jetzt im Februär zwanzzig sechsundzwzig eröffnet und die Idee zu Lobby ist vor knapp drei jahren entstanden.
00:03:38: Es gibt also einen Hauptsitz den wir bisher verschwiegen haben.
00:03:41: der ist reine Steinfurt, alles im Münsterland.
00:03:47: Kommen Sie beide hierher?
00:03:49: Woher diese Beziehung zum Münsterland?
00:03:51: Wir sind gebürtige Kölnerinnen ... Das
00:03:55: ist nicht Münsterlands.
00:03:58: Dann hat es meine Schwester nach Dänemark zum Studium verschlagen, daher auch die Verbindung zu dem skandinavischen Konzept und dann ins Münsterland für den Master.
00:04:13: So sind wir aus Münsterlands gekommen und sind hier sehr glücklich wie herzlich und offenbar empfangen worden.
00:04:22: Für unser Unternehmen ist das eine ganz tolle Heimat geworden!
00:04:26: Das wird das Münsterland gerne hören.
00:04:28: jetzt muss ich natürlich mal fragen dieses Geschäftsmodell.
00:04:31: Ein Indoor Kinder Flohmarkt aus Richen scheint mir auf den ersten Blick nicht völlig neu Frau Weckermann, ich gucke sie mal an.
00:04:41: ist es wirklich neu?
00:04:42: gibt's das noch nicht?
00:04:44: Unser Vorstand sagte bei der letzten Veranstaltung irgendwie so schön, dass es die Antwort des Münsterlands auf kleineren zeigen.
00:04:52: Das fand ich eine ganz coole Beschreibung.
00:04:55: Mir sagt das im Prinzip noch nicht, dass wir das jetzt hier vor Ort wirklich schon mit diesem Konzept haben.
00:05:02: Ich miete ein Regal als Familie und kann dort meine Sachen verkaufen.
00:05:06: Wir haben klassische Second Hand Laden hier klar aber dieses spezielle Konzept ist mir auf jeden Fall noch nicht bekannt.
00:05:13: Also ich darf mal sagen, also ich bin ja selber Vater von zwei Kindern und... ...ich bin auch noch nicht drüber gestolpert.
00:05:18: Ich habe mich natürlich wie alle anderen durch endlose Kita Flo-Märkte die von Eltern organisiert wurden... ...durchgequält in Turnallen unter offenen Himmel.
00:05:28: aber so ein ganz Jahres Indoor Flo Markt ist mir tatsächlich auch noch nie
00:05:32: begegnet.".
00:05:34: Um den Unterschied zu einem klassischen Second-Handladen zu verdeutlichen, bei uns kann man wirklich alles verkaufen und natürlich auch kaufen.
00:05:42: Wir haben gerne mal fünfzigtausend Produkte im Laden wie gesagt von Kleidung über Ausstattung Babybetten Fahrräder Kinderwagen Alles vor Ort.
00:05:55: unsere Ladenfläche unserem Verkaufsfläch in Münster ist ungefähr siebenhundert Quadratmeter los.
00:06:01: also Groß ist es nicht der kleine Second Hand Laden um die Ecke, sondern wirklich ein großformatisch angelegtes Konzept.
00:06:10: Um eben auch eine gute Auswahl bieten zu können so wie in einem Babyfachmarkt aber eben second hand also nachhaltiger und günstiger.
00:06:19: Sieben oder Quadratmeter ist tatsächlich würde ich sagen nicht ganz sehr kleiner flummert um die ecke Und das gibt noch weitere Unterschiede.
00:06:25: Aber dazu kommen wir nachher.
00:06:27: Ich möchte gerne nochmal ein bisschen was erfahren zu dem Thema Gründung.
00:06:30: Also ich habe verstanden Dieser Gedanke, der ist in Skandinavien aufgeschnappt worden.
00:06:35: Dann ins Münzerland verpflanzt worden.
00:06:37: seit zwei Jahren existiert das Unternehmen.
00:06:39: Wann gab's so einen Moment?
00:06:41: Wo sie gesagt haben, oh, können wir auch selber machen!
00:06:44: Ja... Also tatsächlich waren als die Idee zu Lobby entstanden ist unsere Kinder ganz klein.
00:06:50: Mein Sohn war gerade wenige Wochen alt Die Tochter meiner Schwester ein paar Monate und ich war dann dementsprechend grade im Mutterschutz Und hatte schon seit längerer Zeit das Bedürfnis, mal wieder was anderes zu machen.
00:07:02: Nach der Elternzeit etwas anderes.
00:07:03: Ich glaube es geht auch gerade vielen Müttern so und dann bin ich wieder darüber gestolpert über dieses Konzept und wie das so ist mit kleinen Kindern.
00:07:10: Ich stehe jeden Tag vor dem Problem jetzt brauche ich eine neue Hose und hier auch den Sonnenhut brauche und kommen dann nicht so schnell ran, weil der nächste Kita-Flowmarkt ist erst wieder in einem Monat.
00:07:21: Und online zu shoppen habe ich jetzt irgendwie auch keine Lust drauf wieder zur Post zu rennen.
00:07:26: Dann habe ich mehr im Spaß als im Ernst meiner Schwester ein Post weitergeleitet von Instagram und meinte, genauso was fehlt uns eigentlich hier?
00:07:34: Und dann ist die Idee entstanden ja wenn uns das fehlt warum machen wir es nicht einfach jetzt selber?
00:07:39: Das ist ja eigentlich ein ganz florierender Markt.
00:07:41: Also klar, neue Kinderklamotten werden immer gekauft.
00:07:44: das liegt auf der Hand.
00:07:46: aber in dem Moment wo ein Kind aus einem Kleidungsstück rauswächst steht er sozusagen auf einem Zweitmarkt zur Verfügung und geht dann durch zwei drei vier Elterngenerationen teilweise durch die eigene Familie oder wieder andere Eltern.
00:07:58: Ist das so einen Kreislauf der tatsächlich durch Lobby auch so ein bisschen befördert wird?
00:08:04: Ja, genau.
00:08:04: Also gerade bei Kindersachen lohnt es sich einfach total.
00:08:08: die Sachen werden so wenig getragen.
00:08:11: ich glaube im ersten Lebensjahr durch ihr Leben diese kleinen Kinder fünf Kleider grüßen.
00:08:19: das heißt man muss nicht einfach nur unglaublich viel anschaffen Man muss die Sachen auch wieder loswerden.
00:08:27: Die Sachen sind noch gut in Schuss da ist ja nichts dran.
00:08:31: Warum sollte man das nicht weiter verwenden?
00:08:33: Ich glaube, diese Frage stellt sich ja eigentlich gar nicht.
00:08:35: Also wer Elternteil ist der weiß wie das läuft mit den Klamotten.
00:08:40: ich habe selbst kistenweise Kinderklamotte durch unsere Hände wandern sehen und durch andere Familien.
00:08:47: gab es denn so von den ersten Überlegungen?
00:08:52: Mensch was können wir auch bis zur tatsächlichen Gründung so hören denen sie sich gestellt haben die sie über klettern mussten?
00:09:00: Ja klar, also der Schritt in die Selbstständigkeit ist jetzt nicht was uns so von familiärer Seite mit in die Wege gelegt wurde.
00:09:08: Wir kommen nicht aus einer Unternehmerfamilie.
00:09:11: Dadurch mussten wir uns einfach erstmal in die Thematik natürlich einarbeiten.
00:09:15: es ist natürlich auch immer ein Risiko.
00:09:17: Man fragt sich, können wir das stemmen?
00:09:20: Können wir das finanziell stemmen oder mit unserer Zeit stemmen.
00:09:23: Wie gesagt, wir haben Kinder und Familien, die wir auch sehr gerne mögen und auch gerne Zeit mit denen verbringen möchten.
00:09:31: Ja!
00:09:32: Und dann haben wir uns da einfach so Schritt für Schritt ran getastet.
00:09:35: Ich habe überlegt was gibt es für Optionen?
00:09:37: wie können wir uns finanziellen ein bisschen absichern?
00:09:40: Haben wir uns dann für einen Gründungsstipendium NRW beworben.
00:09:44: Und zwar ist das auch wichtig... Leute in Mentorenrollen zu finden.
00:09:50: Über das Gründungsstipendium haben wir dann mit den Wirtschaftsunion Osnabrück zusammengearbeitet, die mit uns Businessplan angeguckt haben.
00:09:59: Wir haben dann mit der West-in-Steinfurt Enko operiert, die uns auch tatsächlich an die Volksbank weitergeleitet haben für eine erste Finanzspritze und haben dort ein Starterkredit aufgenommen, um die anfänglichen Investitionen so ein bisschen abwädern zu können.
00:10:21: Hat da im Prozess mal irgendjemand gesagt oh weiß ich jetzt nicht.
00:10:26: Indoor-Kinderflomarkt das Konzept finde ich schräg?
00:10:29: Ja definitiv!
00:10:30: Da gab es viele Stimmen manche haben's nicht offen gesagt da hat man's einfach am Blick gesehen.
00:10:34: so dass ist schon eine verrückte Idee.
00:10:36: warum macht ihr das überhaupt und bereut ihr das nicht nachher?
00:10:42: Aber wir sind zum Glück dran geblieben.
00:10:45: Ich versteh's auch, weil es irgendwo ein innovatives Konzept ist, das gibt es so noch nicht und dann ist man erst mal skeptisch.
00:10:52: Und genau umso schöner ist es eigentlich zu zeigen, dass es funktioniert.
00:10:56: Die Nachfrage ist da und die Leute merken auch was das für einen Vorteil ist gegenüber den bestehenden Secondhand-Möglichkeiten.
00:11:02: Das macht das Leben vielen Familien ein Stückchen einfacher!
00:11:07: wird man auch tatsächlich dann häufig ein bisschen belächelt, gerade als Mütter die aus der Elternzeit herausgründen.
00:11:13: Ob das nicht so ein Mutiprojekt ist?
00:11:15: Seid ihr euch sicher mit kleinen Kindern?
00:11:18: Schafft ihr das in der
00:11:19: Selbstständigkeit?".
00:11:21: Ich vermute dass das nicht unbedingt Fragen sind, die Männern regelmäßig gestellt werden aber genau da freue ich mich zeigen zu können, dass es eben klappt und wir dran geblieben sind.
00:11:33: Ich hab nicht gemäckert, ich will das nur einmal der Form halber hier klarstellen.
00:11:37: Das ist ein total plausibles Geschäftsmodell und wäre großer Fan davon hätte ich noch zwei kleine Kinder in dem Alter.
00:11:44: Meine sind aber daraus gewachsen befürchtigt.
00:11:49: Sie haben aber zu keinem Zeitpunkt gesagt okay das Feedback ist durchwachsen vielleicht sollen wir es doch lieber lassen.
00:11:55: gab's mal so Momente des Zweifelns?
00:11:57: In der ganzen Gründungsphase?
00:11:59: Die gab es auf jeden Fall und ich glaube, das ist so unser größter Vorteil gewesen.
00:12:03: Dass wir eben nicht als All-Einzelkämpferinnen gegründet haben sondern eben im Team.
00:12:09: vielleicht auch der große Worte dass wir Schwestern sind.
00:12:11: Wir haben wirklich immer auf dem gesamten Weg Und auch immer noch teilen wir alles miteinander Auch alle Zweifel und dann war's zum Glück bisher immer so wenn die eine Zweifle hatte war die andere gerade in der Stimmung doch kommen.
00:12:22: Das ist gut und hat dann die andere wieder überzeugt, so haben wir uns gegenseitig aufgefangen.
00:12:26: Alleine haben wir schon häufiger gesagt hätten wir wahrscheinlich schon längst zwischendurch mal das Handtuch geworfen.
00:12:33: Also sich nicht alleine auf den Weg zu machen kann tatsächlich Hilfe sein?
00:12:36: Absolut!
00:12:38: Jetzt ist das ja so.
00:12:39: nachdem das Unternehmen existiert, hat sich ja schon was getan.
00:12:43: Wir sprechen gleich noch wieder wie es gewachsen ist.
00:12:45: aber ich will immer die erste Recke mal einbeziehen Denn Loppy wurde bereits ausgezeichnet und zwar mit dem Münsterland Business Award.
00:12:56: Und hinter dem steckt ja, wie man hört die Volksmarke Münster Land.
00:12:59: Frau Reckermann, erzählen Sie doch mal ein bisschen was das für einen Wettbewerb ist?
00:13:02: Genau, wir haben in den Jahr- und Jahrzehnten uns überlegt.
00:13:08: Wir haben das Thema Nachhaltigkeit auf dem Schirm als Bank an sich.
00:13:12: Wir müssen es auch zum Teil gesetzlich getrieben haben.
00:13:17: Aber viel mehr als gesetzliche Getrieben macht es eigentlich Spaß zu zeigen was es schon für gute Unternehmensentwicklungen, Transformationen oder Ideen und Innovationen in unserer Region gibt.
00:13:29: Und da mir gesagt, das macht uns viel mehr Spaß als jetzt immer negativ mit dem Thema zu behaften oder das Thema negativ zu behaupten.
00:13:37: Wir wollen eigentlich mal zeigen was wir hier in der Region schon können zum Thema Nachhaltigkeit und Transformation Und haben uns dann eben diesen Minsterland Business Award, unser Preis für ihr nachhaltiges Wirtschaften, haben wir den genannt ausgedacht und wollten damit in der Region das Engagement zum Thema Nachhaltigkeit, Transformation, Zukunftsfähigkeit, Krisenresilienz.
00:13:59: Also steckt ganz viel dahinter zeigen und haben dazu eine Jury zusammengestellt aus ganz verschiedenen Akteuren von Wirtschaftspolitik, Bank aber auch Presse und haben dann nach einer, ich glaube insgesamt zweimonatigen Bewerbungsphase die Ende der Fünfe XXV bis Anfang XXVI ging auch über zwanzig Bewerbung bekommen.
00:14:24: Also das hat sich schon direkt im ersten Jahr auf jeden Fall in der Region breit gemacht was uns sehr gefreut hat und haben dann eben am Ende diesen Preis auch im Rahmen der Data Unplugged auf der Messe, im Rahmen unseres Minsterland-Business Summits übergeben.
00:14:41: Und haben dort vor Ort eben auch nochmal mit dem Publikum zusammen live gewoted.
00:14:47: Dann Loppy auf den ersten Platz quasi gebracht!
00:14:50: Was hat denn die Bank oder die Jury um genauer zu sein eigentlich so überzeugt an dem Konzept von Loppie?
00:15:00: Also es war ja zum ersten, also wir haben eine Jury-Auswahl gemacht von den über zwanzig Bewerbungen auf die Top drei.
00:15:07: Da haben wir verschiedene Faktoren hinzugefügt.
00:15:10: Also bringt das was für die Region?
00:15:13: Wie zukunftsfähig ist das Konzept?
00:15:16: Wie innovativ ist das Concept?
00:15:17: Das waren verschiedene Kriterien, die wir auf Skalen bewertet haben in der Jury Und da war das halt eben schon sehr weit oben.
00:15:25: Also wir haben etwas in der Region für die Region, Wir haben ein zukunftsfähiges Projekt wo wir auch sehen durch die Expansion von Reine nach Münster Da ist ein Markt!
00:15:35: Da ist was wo es noch Potenzial gibt.
00:15:39: und innovativ haben wir ja eben auch schon kurz drüber gesprochen.
00:15:42: Das gibt's so nicht als Modell in Abgrenzung zu klassischen Second Handlern Und ich glaube, auf der Preisverleihung wurde dann ja nochmal zwei Minuten jeder Kandidat Zeit hatte zu pitchen.
00:16:00: Habt ihr auch einfach noch mal überzeugt durch eure Persönlichkeiten?
00:16:03: Durch die Sympathie?
00:16:04: Das hat auch nochmal viel dazu beigetragen, dass danach auch der erste Platz stand!
00:16:11: Wenn man das mal so ein bisschen sich anschaut, die Volksbank gemilzt hat ja viel mit solchen Geschäftsmodellen zu tun.
00:16:17: Also nicht mit diesen konkret aber mit Geschäfts-Modellen im Allgemeinen.
00:16:21: Wie ordnet sich das Modell von Loppy?
00:16:23: So ein bisschen in das einen was so täglich über den über die Schreibtische der Volksbank geht?
00:16:29: Ich glaube, es ist schon nicht unser alltägliches Geschäftsmodell das wir hier so haben.
00:16:35: Wir haben natürlich in der Region auch viel Landwirtschaft und verarbeitendes Gewerbe, veredelndes Gewerb, also auch diese Industrieaspekte viel... Wir haben aber eben auch die klassischen kleinen und mittelständischen Unternehmen und auch viele Gründer dadurch.
00:16:52: Ihr hattet's eben schon kurz erwähnt mit Arbeiten viel mit den Wirtschaftsförderungen zusammen.
00:16:57: Dadurch haben wir immer wieder Kontakt zu gründern und innovativen Geschäftsmodellen, die dann bei uns auf den Tischen landen und wo es aber auch für die Berater immer wieder spannend ist so was mal mitzubegleiten.
00:17:10: Und ja wenn man mit der Gabi eurer Beraterin von Anfang an spricht sagt sie auch immer Ja mich hat erst einmal die Persönlichkeit überzeugt sind das Gründer, wo ich den Zutraue, die schaffen das.
00:17:24: Auch wenn es Hürden gibt, auch wenn es mal Hindernisse gibt und einen oder anderen gibt, der sagt, dass ist Quatsch!
00:17:30: Schaffen Sie es von der Persönlichkeit da dran zu bleiben?
00:17:32: Und sind es wirklich Gründerin?
00:17:34: Dann steht natürlich auch die Wirtschaftlichkeit dar, die muss passen.
00:17:38: aber auch die Persönlichkeit ist nicht zu unterschätzen, wenn man in die Gründungsfinanzierung reingeht.
00:17:44: Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt dass viele Gründungen einfach daran scheitern, das zu einer ist mit einer Idee.
00:17:51: Aber diese Idee kriegt keine Fahrt weil der oder die Gründerin nicht zu dem Geschäftsmodell passt oder weil es nicht authentisch ist.
00:17:59: Hat man Ihnen in dieser Gründungsphase mal irgendwann gesagt, das passt total?
00:18:05: Also haben Sie das Feedback bekommen?
00:18:08: Authentizität war nicht unser Problem als Mütter kleiner Kinder.
00:18:14: Aber dann eher die andere Seite, dass es uns zu gut zu uns passt und wir zu nah dran sind ... Ich bin davon überzeugt, dass die Nähe zu unserer Zielgruppe total wertvoll ist für uns.
00:18:29: Deswegen ... konnten wir bisher diese Zweifel gut
00:18:32: ausräumen.
00:18:33: Wir leben einfach die Lösung dieses Problems, also wir sind selber weil wir solche Secondhand Fans sind auch von diesen Problemen so betroffen dass wir gesagt haben wir wollen eine Lösung für das Problem und deshalb sind wir halt auch total motiviert das zu lösen.
00:18:48: Das macht es uns halt total einfach insofern das war jetzt nicht so die Herausforderung für uns.
00:18:55: Dann sprechen wir gleich mal über die Herausforderungen, die sich tatsächlich ergeben haben.
00:19:00: Jetzt aber mal ein bisschen konkret zum Thema Lopinien.
00:19:02: also gegründet wurde das Unternehmen in Reine.
00:19:05: dort existiert sozusagen auch der erste Indoor Flohmarkt.
00:19:08: wo findet man den?
00:19:09: Den findet man im EMS Forum.
00:19:11: Das ist ein kleines Einkaufszentrum, wenn man in Reine durch die Einkaufstraße geht und die EMS überquert – im ersten Obergeschoss tatsächlich!
00:19:19: Unsere Laufkundschaft ist dementsprechend gar nicht so groß.
00:19:22: Die Leute kommen zu uns weil sie wissen dass es uns gibt.
00:19:25: Und da haben wir eine ganz schöne Ladenfläche von ungefähr ich glaube vierhundert Quadratmetern über hundert Mietregale, die man da mieten kann und so ne ganz schöne Einkaufsetmosphäre.
00:19:37: Das ist jetzt genau der Teil.
00:19:38: Ich hatte vorhin über Unterschiede gesprochen zu einem klassischen Flohmarkt oder dem, was man sonst so kennt im Secondhand-Laden, das heißt in diesem Fall kann jeder Produkte verkaufen.
00:19:53: Das ist glaube ich das Entscheidende an der Stelle aber muss nicht den ganzen Tag selber im Laden stehen.
00:19:59: wie genau funktioniert das?
00:20:00: Ja, dann die Frage wird mir tagtäglich gestellt.
00:20:03: Deshalb antworte ich da einfach mal so drauf wie ich sonst auch immer darauf antworde.
00:20:08: Das Konzept beginnt im Grunde so dass man sich über unsere Website einen Kundenkonto anlegt und einmal alle seine Artikel erfasst.
00:20:14: das geht schneller als man denkt.
00:20:15: wenn man überlegt oh Gott man hat ja jede Menge Kisten Wenn man einmal im Flow ist dann ist es ganz schnell gemacht.
00:20:21: Man legt die Preise selber fest Und wir können dann Barcodeetiketten drucken.
00:20:25: Wir haben ja wie gesagt über hundert beziehungsweise in Münster über zweihundert verschiedene Regale.
00:20:30: Das heißt, wir müssen irgendwie sicherstellen dass wir das auch die Artikel den richtigen Verkäufer in zuordnen.
00:20:35: Und wir stehen an der Kasse wie in jedem ich sage mal H&M oder Supermarkt und scannen einfach die Bar kurz ab.
00:20:41: In dem Moment wo die Artike verkauft sind können die Verkäuer in die Regalmieterin direkt in ihren Kunden konnten sehen, dass ihre Artikel verkauft wurden.
00:20:48: Wir haben deshalb auch einige Regalmiterinnen die uns berichten, dass sie halb süchtig vor diesen Handys immer hängen wenn wir geöffnet haben und checken oh gerade wurde wieder was verkauft Genau.
00:20:59: Und zum Mietbeginn kommen dann die Regalmieter in zu uns, in den Laden und bestücken ihr Regal.
00:21:04: Das ist anders als beim Flohmarkt mit relativ wenig Aufwand verbunden.
00:21:08: man muss sich kein Tappeziertisch oder Kleiderstangen organisieren keine Kleiderbügel.
00:21:12: das haben wir alles vor Ort.
00:21:14: das Regal steht parat.
00:21:16: Wir haben Kleider-Bügel und Alles was man sonst noch so braucht.
00:21:18: ja und sobald die Sachen auf dem Regal hängen können Die Regalmetern wieder nach Hause gehen oder in den Urlaub fahren was auch immer Ja und dann zum Ende der Mietzeit wieder die restlichen, verbleibenden Sachen abholen oder spenden.
00:21:33: Und dann überweisen wir das verdiente
00:21:36: Geld.".
00:21:37: Wie lange sind die Mietdauern in der Regel?
00:21:39: Oder wie lange kann ich einen Regalmeter dort
00:21:42: mieten?".
00:21:43: Die regulären Mietdauren sind zwischen sieben und achtundzwanzig Tage also sieben, vierzehn, einundzwantig oder achtund zwanzig tage.
00:21:50: Wir zählen da auch nur die Öffnungstage.
00:21:51: Das heißt Sonntags zahlt man auch nicht!
00:21:56: Und genau, dazu bieten wir noch Langzeitmieten an.
00:22:00: Es gibt sehr viele Eltern die zu uns kommen und sagen ... Ich hab den ganzen Keller voller Sachen.
00:22:07: für wie lange soll ich denn jetzt ein Regal mieten?
00:22:09: Und da machen wir dann besondere Angebote für Langzeitmeten.
00:22:14: Die meisten starten so mit vierzehn Tagen aber sehr viel verlängern auch direkt.
00:22:19: Was sind denn so die Erfahrungswerte?
00:22:20: Wenn ich jetzt Kinderklamotten hingehe und mir leuchtet schon einen, dass wahrscheinlich das jeweilige Produkt ganz entscheidend ist darüber wie schnell es sich verkauft.
00:22:29: Es gibt ein paar Dinge, die länger liegen als andere.
00:22:32: aber was sind dann so die Rennen wo sie sagen sollen wenn Sie hier für sieben Tage mitten dann geht's direkt raus?
00:22:39: Tonys!
00:22:41: Ist das immer noch ein Ding?
00:22:42: Tonies
00:22:42: ist absoluter Verkaufsschlager wenn die Preise stimmen.
00:22:45: Das würde ich sagen.
00:22:46: Baggies gehen auch sehr gut
00:22:52: Bobbikars, Lauflernwagen.
00:22:55: Ähm ... so ein paar nischigere Sachen.
00:22:59: Engelbert Strauss-Klamotten?
00:23:01: Sehr beliebt!
00:23:02: Für
00:23:02: kleinen Handwerker.
00:23:03: Für
00:23:03: kleine Handwerke.
00:23:06: Okay, ich hatte jetzt ... Ich bin ein bisschen überrascht.
00:23:10: Wir reden über Strampler und T-Shirts und
00:23:13: solche
00:23:13: Geschichten.
00:23:14: Klar, ja.
00:23:14: Das ist natürlich auch massenbare.
00:23:15: Also, ich seh's gerade gestern, war ich in Münster im Laden.
00:23:21: Ich weiß nicht, wie viele kurze Hosen verkauft.
00:23:24: Gekauft habe ich auch ein paar, wie immer, verkauft also natürlich die Leute.
00:23:28: man wird jedes Jahr wieder vom Sommer überrascht, man wird vom Regen und vom Winter überraschen.
00:23:33: das heißt die Leute kauft einfach das was sie gerade brauchen.
00:23:36: das heißt das geht natürlich auch gut saisonal wird dann gekauft.
00:23:38: klaro
00:23:40: okay.
00:23:41: was mich grade noch interessiert hatte.
00:23:44: Also alle Produkte, die dort in die Regale wandern werden mit einem Barcode beschriftet damit sie zugeordnet werden können.
00:23:49: Das heißt das System, dass dahinter steckt ist das ein bestehendes System?
00:23:53: Dass für solche Zwecke schon verwendet worden sind?
00:23:55: ganz normales Manage also verwahren Wirtschaftssystem.
00:23:59: Genau da können wir wieder nach Skandinavien schauen.
00:24:01: Wir haben einen Finishes eine finisher Software da die wir nutzen Die das Konzept an sich kommt auch ursprünglich aus Finnland.
00:24:09: die haben das jetzt nicht speziell für Kindersachen sondern ganz viele Flo-Supermärkte nennen, die sich wo allerlei verkauft werden kann.
00:24:22: Also von Möbeln über Kleidung bis zu allem anderen auch.
00:24:27: und wenn ich dort meine Produkte anbiete was kostet mich das?
00:24:32: Wir haben eine Regalmiete die wir erheben.
00:24:35: da liegt man so bei drei Euro fünfzig bis vier Euro am Tag Und dann ziehen wir am Ende von allen Verkauftartikeln nochmal eine Verkaufsprovision von siebzehn bzw.
00:24:44: achtzehn Prozent
00:24:45: ab.".
00:24:45: –
00:24:46: Und das ist auch das Geschäftsmodell, aber rechnet sich ja trotzdem?
00:24:51: Also wenn ich so ne Pauschale für die Mietdauer abziehen muss und dann ne Verkoffsprovision….
00:24:58: Die Alternative ist oft «ich verschenke es» oder…?
00:25:01: Schmeiß es weg, was ich nicht hoffe.
00:25:04: Aber so haben eben alle noch etwas
00:25:06: davon.".
00:25:06: Genau also für die allermeisten Regalmieter.
00:25:09: lohnt sich das.
00:25:10: Wir haben sehr viele, die schon viele Male bei uns waren – also die immer wieder in Regalmitteln, was sie sicherlich nicht tun würden wenn es sich für Sie nicht lohnen würde sowohl vom finanziellen als auch vom Aufwandsaspekt her.
00:25:23: Wie viele Menschen nutzen denn das Angebot?
00:25:26: Kann man gibt's da Zahlen zu?
00:25:31: Also wir haben in beiden Läden jeweils weit über tausend, ich glaube in Rheine um über zweitausend KundInnen.
00:25:42: Regalmieter?
00:25:42: Genau wie viele Leute bei uns shoppen kommen das lässt sich schwer messen oder das erheben wir nicht.
00:25:50: Aber wir verkaufen so im Durchschnitt Ich sag mal so um die Tausend Artikel am Tag.
00:25:56: Okay
00:25:57: Ja
00:25:58: Wir haben in Münster in der ersten Verkaufswoche, also an fünf Verkauftagen knapp achttausend Produkte verkauft.
00:26:10: Für uns ist das auch wichtig, so was im Blick zu halten.
00:26:12: Weil wir wissen, was haben wir für einen Impact, wenn es um Nachhaltigkeit geht?
00:26:16: Weil das natürlich ein Riesenmotivator für uns ist.
00:26:20: Wenn man so rechnet ... Man nimmt als Durchschnittswert für Kleidungsstücke ungefähr ... Wir haben Kindersachen.
00:26:32: deswegen ganz konservativ kann man den Wert mal halbieren weil die Sachen kleiner sind dadurch leichter zu transportieren etc.
00:26:40: Dann sind wir trotzdem in der ersten Verkaufswoche bei tausend Tonnen CO-Zweih, das sind rund als Sinnbild.
00:26:46: sechshundertfünfundzwanzig Hin- und Rückflüge von Düsseldorf nach Mallorca.
00:26:50: Das ist aber sehr explizit gerechnet!
00:26:54: Und ich verstehe es auch als Marketing Trick um uns allen zu sagen dass wir Lobby besuchen sollten.
00:27:01: Aber tatsächlich ist ja also in diesem Fall wirklich ein Vorteil für alle Beteiligten.
00:27:07: Ware bleibt im Kreislauf im Grunde geht nicht verloren.
00:27:12: Man kann Wege sich sparen oder irgendwie neue Produktionen verringern, was auch immer und... tut dabei noch was Gutes, unter anderem das Unternehmen Lobby zu unterstützen.
00:27:22: Ja wir versuchen da Nachhaltigkeit auch wirklich ganz weit zu fassen.
00:27:26: also einmal der ökologische Aspekt aber auch der wirtschaftliche Aspekt.
00:27:30: für viele Familien es ist einfach nicht möglich alles neu zu kaufen.
00:27:34: es ist unglaublich teuer Kindern alles neu zu kaufen, durch die ersten Lebensjahre hinweg.
00:27:40: Deswegen sehen wir auch diesen wirtschaftlichen Nachhaltigkeitsaspekt als sehr wichtig und wir wollen aber auch das ist für Familien tatsächlich handelbar ist, dass es einfach ist bei uns zu kaufen und zu verkaufen.
00:27:54: Wir haben unsere verschiedene Strategien überlegt beispielsweise damit man sich im Laden besser orientieren kann.
00:27:59: Man kann sich vorstellen bei zwei Hundert Regalen oh Gott wo gehe ich da jetzt als erstes hin?
00:28:03: Wir haben einen Größenperlensystem, farbige Perlen die auf den Bügel hängen die dann jeweils einen Code sind für die verschiedenen Größen.
00:28:11: Ich sag jetzt mal, lila ist Größe fünfzig, sechsundfünfzig und dann weiß man direkt are.
00:28:15: hier sehe ich lila perlen.
00:28:16: das ist ein Stand an dem ich fündig werden kann.
00:28:19: okay ich habe mich nämlich auch tatsächlich zwischendurch schon gefragt.
00:28:22: siebenhundert Quadratmeter vierne Quadratmetern Fläche da kommt ja einiges von Regalmetern zusammen.
00:28:28: ich muss schon bisschen Zeit mitbringen auch wenn es so eine grundsätzliche Orientierung dann gibt oder?
00:28:33: Ja bis in zeit schon sinnvoll.
00:28:35: also wenn man ganz konkret nach einzelnen Sachen sucht kann man das auch mal schneller machen.
00:28:40: Es gibt auch durchaus Optionen in unserer App, sich einen groben Überblick darüber zu verschaffen was es gibt im Laden.
00:28:49: Gleichzeitig verbringen die Leute aber auch ganz gerne Zeit bei uns, weil bei uns ist es gar kein Problem.
00:28:53: Wenn man Kinder dabei hat ... Die vielleicht mal was lauter sind und durch die Gegend rennen.
00:28:58: Wir haben eine Spieleecke für Kinder in einem Alter, dass sie sich da selbst beschäftigen können.
00:29:05: Und auch sonst wird niemand komisch angeguckt, wenn ein Kind einen Ton von sich gibt.
00:29:10: Das war tatsächlich etwas, das war mir nicht bewusst.
00:29:12: Dass man im Grunde schon online einen Überblick bekommt über die Produkte, die man da bekommen kann.
00:29:20: Wie detailliert ist dieser Überblick?
00:29:24: Detaillierter ist ja auf eine gewisse Weise schon denn theoretisch kann man jedes Produkt finden für dass ein Etikett erfasst wurde.
00:29:31: Das heißt aber nicht, dass es zu hundert Prozent zuverlässig ist weil eben die etiketierten Produkte nicht unbedingt im Laden sind.
00:29:40: Die Eltern bestücken ein Regal und sobald sie was verkauft haben, können die nachlegen.
00:29:46: Jederzeit kostenlos.
00:29:48: Das heißt es werden mehr Etiketten erstellt als dann erstmal in den Regalen hängen.
00:29:52: Ja aber für einen groben Überblick oder wenn man gucken will an welchem Stand sind welche Größen etc.
00:29:57: dafür reicht das.
00:29:59: Aber ansonsten ist ja auch die Idee sowieso dass man eben in den Laden geht und dort vor Ort schaut.
00:30:04: Es ist kein Online-Shop sondern tatsächlich Laden, wo man hinlaufen muss.
00:30:09: Deswegen Menschen die bewusst in den ersten Stock des Ems-Forums klettern Die wissen das.
00:30:17: Jetzt hatten sie ganz beilevig vorhin mal gesagt ja wir stehen dann ganz normal an der Kasse und scannen die Etiketten ein.
00:30:22: wie groß ist denn das Team?
00:30:23: Machen Sie das alles alleine.
00:30:25: Wir sind im Regelfall zu zweit im Laden.
00:30:28: Davon steht eine Person eigentlich immer an der Kasse und die andere ist gut beschäftigt mit sehr vielen anderen Dingen.
00:30:34: Tagtäglich füllen wir unsere Instagram-Accounts mit sehr, sehr vielen Produkten.
00:30:39: Nein und das können wir nicht zu zweit stemmen.
00:30:41: Wir haben ein Team von ungefähr fünfzehn Mitarbeiterinnen Die in diesen zwei Läden eben so dass Tagesgeschäft wuppen.
00:30:50: Der Stichwort Social Media ist tatsächlich alles was ich mir auch aufgeschrieben habe Gerade wenn man wenig laufgrundschaft hat Unter Eltern spricht sich das herum, wenn man eine gute Quelle hat für Klamotten oder Spiels, was immer benötigt wird.
00:31:05: Wie wichtig ist Social Media heute?
00:31:07: Wie wichtig is die Präsenz in... ...
00:31:09: immens wichtig für uns!
00:31:11: Das ist unser primärer Marketing-Kanal Instagram sowohl weil es einmal auch ein günstiger Marketingkanal ist und weil's einfach funktioniert.
00:31:19: also wir haben ne riesige lokale Reichweite Wir haben einen Münster über sieben Tausend Follower innen und in Reine sogar knapp neuntausendfollowerinnen.
00:31:30: Und wir teilen tagtäglich so um die vierzig Stories, also Produkte, die wir zeigen wie Reposten auch Storys von unseren Regalmittern, das heißt die können quasi selber Werbung für ihre Produkte machen und vielleicht noch mal zeigen was sie vielleicht Highlights an ihren Regalen versteckt haben.
00:31:47: Und so haben wir wahnsinnig viele Klicks und Aufrufe d.h.
00:31:52: man sitzt erstmal in Spanzehause und guckt sowas gibt es Neues und kommt dann vorbei zum Shoppen.
00:31:56: also dass ist ein bisschen das Prinzip.
00:31:58: Was auch ganz gut funktioniert
00:32:00: Frau Rekamann ma unter uns wenn ich neues Geschäftsmodell entwickle ist Internet.
00:32:07: Das steht ganz weit oben, oder?
00:32:08: Es muss sein.
00:32:11: Irgendwie digital ist es heutzutage fast Voraussetzung.
00:32:16: Wobei ich das jetzt hier in dem Modell auch charmant finde ... Dass man das verbunden hat.
00:32:22: Eine regionale stationäre Handel also kein Online-Shop mit dem Thema.
00:32:27: okay Ich muss aber trotzdem den Online-Kanal nutzen um Kunden auf meinen Kanal zu bringen Um in den stationären Handeln wiederzukommen.
00:32:35: Das ist nicht so.
00:32:36: unterschätzen, wie gerne Leute trotzdem noch in Läden auch gehen.
00:32:40: Also da gibt's mittlerweile schon Generationenübergreifend verschiedene Präferenzen und dann muss man eben auch schauen erst mal was das denn meine Zielgruppe meines Geschäftsmodells jetzt in dem Fall vielleicht Eltern Kinder haben oder Eltern mit Kindern haben vielleicht nicht so viel Zeit können aber schon auf Instagram schnell gucken okay ist da war es ja.
00:33:01: dann nehme ich mir gerne nochmal die Zeit und gehen den Laden.
00:33:04: habe ich jetzt vielleicht eine junge Zielgruppe, dann muss ich mein Geschäftsmodell vielleicht entsprechend anpassen auf nur digital oder nur stationär für ältere je nachdem.
00:33:12: Also es kommt ziemlich darauf an wie ich meine Zielgruppen definiere.
00:33:16: in meinem Geschäfts-Modell aber ganz vernachlässigen ist heutzutage sicherlich schwierig.
00:33:23: Ich vermute aber tatsächlich dass eben diese Instagram Auftritte also Account das ist schon relativ wichtig um Zielgruppes zu erreichen.
00:33:32: Ja, Riccata hat ja unsere Followerzahlen genannt.
00:33:35: Man muss dazu sagen, das sind halt wirklich echte Followa alle lokal aus der Region die auch echte Kundinnen bei uns sind.
00:33:44: Wir haben da eine riesen Community von Second Hand Fans geschaffen, sag ich mal.
00:33:49: also wir dadurch dass das Regalmeter innen ihre Regale oder Produkte aus ihren Regalen posten und möchten, dass wir sie reposten.
00:33:57: Kriegen wir zwanzig-dreißig Verlinkungen pro Tag.
00:34:01: Wir haben über vier Millionen Aufrufe in dreißig Tagen unserer Accounts.
00:34:07: Das heißt ja da kommt eine... wir kriegen einen riesigen Masse an Views Und zwar eben von Leuten die wirklich an unserem Geschäft auch interessiert sind.
00:34:18: War das von Anfang an ein Thema, wo Sie gesagt haben da müssen wir uns darauf verlassen.
00:34:22: Also da legen wir auch einen Fokus drauf?
00:34:24: Gerade am Anfang war es sehr wichtig für uns weil als wir jetzt den zweiten Standort in Münze eröffnet haben da hatten wir schon so bisschen dieses Proof of Concept man konnte nach Rheine fahren und sich das mal anschauen.
00:34:35: als wir Reine eröffnen wollten hatten wir das noch nicht.
00:34:38: Das heißt, wir haben halt natürlich versucht zu erklären ja was ist denn das?
00:34:42: aber die Leute konnten es noch gar nicht so richtig verstehen.
00:34:44: erst wenn man in den Laden kommt und das mal ein bisschen für sich durchdrucken hat hat man auch so die Idee davon dass heißt das war eigentlich das aller wichtigste dass wir es irgendwie schaffen schon vor der eröffnung die leute davon zu überzeugen ja mietet euch mal einen regal bei uns weil das brauchten wir.
00:34:57: man kann ja schlecht am eröffnungs tag leeren laden Da haben und wir haben es geschafft in reine über hundert Regale zur Öffnung zu füllen.
00:35:05: Also diese First Mover wurden dann auch belohnt, weil das war sehr viel los ist wurde sehr viel geschobt.
00:35:10: die meisten hatten schon ich sage mal den ersten Stunden ihre Regalmiete für die gesamte Mietdauer wieder drin so ungefähr also.
00:35:17: Das war das aller wichtigste für uns schon vor der Ladenöffnungen.
00:35:21: Wir haben ich glaube so zwei drei Monate vor der Eröffnung unseren Instagram Account gegründet oder gestartet und dann die Leute mitgenommen in den Ladenaufbau.
00:35:31: Wir haben so lokale Marmfluencerinnen, andere Leute, die in dieser Branche Kinder- und Familie aktiv sind, mitgenommen und kleine Kooperationen gestartet.
00:35:42: Und so eben schon vor der Eröffnung eine gewisse Glaubhaftigkeit uns auch quasi damit erarbeiten
00:35:50: können.".
00:35:52: Ich bin ein bisschen neugierig, sie haben vorhin gesprochen über Buggies und andere relativ große Produkte.
00:35:59: Was sind denn so besonders ungewöhnliche Dinge die in den Regalen stehen oder davor schweigen?
00:36:11: Ungewöhnliche Dinge...
00:36:13: Also was auf jeden Fall passiert ist dass wir immer wieder neue Produkte kennenlernen, die wir gar nicht kannten.
00:36:21: vorher Zuletzt war es eine Trockenwerde-Hilfe.
00:36:30: So eine Art Schlafsack mit einer Plastikschicht, die man Kindern anziehen kann, wenn gerade die Windel abtrainiert wird, damit man nachts nicht das ganze Bett neu beziehen muss.
00:36:44: Dafür haben wir damals diese Klingelhöschen benutzt.
00:36:47: Das hat immer super funktioniert!
00:36:49: Man kann sich bei vielen Sachen fragen, braucht man das wirklich?
00:36:52: Oder so Trends, die man noch nicht mitbekommen hat.
00:36:54: Mir war nicht bewusst, dass Schleichtiere, kleine Tiere, ein totales Ding ist.
00:36:59: und der Kassen-Schlager
00:37:01: ... Das ist schon Ding, das kann
00:37:02: ich aus
00:37:03: einer Erfahrung
00:37:07: sagen!
00:37:07: Da lernen wir jeden Tag wieder was Neues dazu.
00:37:10: Es gibt manche Produkte, die auf einmal auch andere Kundschaften in unseren Laden bringen beispielsweise Pokemon-Karten, die ja einerseits Kinderspielzeug sind.
00:37:21: Aber andererseits eben auch Sammlerstück sein können.
00:37:24: und dann stehen auch die Papas mal länger an unserer Vitrine und schauen sich um.
00:37:32: Okay das ... Das versteh ich.
00:37:36: Es ist tatsächlich relativ vielfältig, ne?
00:37:38: Also es ist weit mehr als einfach nur ein paar Kinderklamotten, sondern im Grunde alles was so bei Kindern anfällt findet sich irgendwann bei Loppy.
00:37:49: Gut!
00:37:50: Dann haben wir das ja geklärt.
00:37:52: Jetzt ist natürlich die Frage, wie geht's denn weiter?
00:37:54: Ich frag mal vorhin noch ... Wir sind dann jetzt so die Erfahrungen aus den ersten zwei Jahren in Betrieb.
00:38:02: Einerseits haben wir zum Glück eine ganz wunderbare, total nette Kundschaft.
00:38:12: Die sich so darüber freuen, dass wir dieses Geschäftsmodell hierhin gebracht haben und sich bei uns dafür bedanken, das wir diesen Laden eröffnet haben.
00:38:22: Das ist halt ne total schöne Erfahrung, das dann einfach täglich zu hören und sich auszutauschen... Ja, das ist toll!
00:38:32: Und andererseits aber auch das Interesse der Region als solches, also die wirtschaftlichen Akteure dort.
00:38:41: Ob das jetzt irgendwie die IHK ist oder einzelne Unternehmer mit denen man ins Gespräch kommt was für uns ja dann auch wirklich eine neue Welt war.
00:38:49: haben wir total nette wertvolle und konstruktive Austausche gehabt?
00:38:56: Ja, die wir uns so gar nicht erhofft hatten.
00:38:59: Das greift ein bisschen auf meine Schlussfragen zu aber ich frag gleich nochmal nach Ist das ein Geschäftsmodell, was sich als Tragfähig erwiesen hat auch für die kommenden Jahre?
00:39:16: Ja.
00:39:16: Soweit man das vorhersehen kann, würde ich sagen, hatte es sich als tragfähig erwiesen.
00:39:23: Wir haben jetzt in einem Jahr zwei Standorte eröffnet.
00:39:31: Das hat total viel Spaß gemacht!
00:39:35: Wir denken über weitere Expansionen nach.
00:39:39: Das NRW ist groß, es gibt hier sehr viele Leute und das Konzept ist leicht skalierbar.
00:39:47: wir müssen dann halt nur überlegen wie das Unternehmen da mitwachsen kann.
00:39:52: in welcher Form?
00:39:53: weil genau mehr als zwei Teilen können wir uns nicht und dann muss man erstmal Strukturen schaffen die das überhaupt möglich machen.
00:40:00: Ich habe mal gerade so ein bisschen rübergeguckt, als ich nach der Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells gefragt habe.
00:40:06: Was auch Räckermann guckt.
00:40:08: Aber sie schienen entspannt zu sein.
00:40:10: Sagen Sie mal ein bisschen verfolgt die Volksbank eigentlich?
00:40:13: Verfolgen Sie so Projekte, die Sie begleitet haben im Nachgang?
00:40:17: Schauen Sie mal genauer hin!
00:40:19: Ja, also es ist natürlich total spannend.
00:40:21: Wenn wir eine Gründung begleitet haben wie wächst das Unternehmen?
00:40:24: Wie entwickelt das Unternehmen sich?
00:40:26: Funktioniert das wirklich was man sich von Anfang an gedacht hat und da stehen wir dann auch zur Seite um das ganze zu skalieren im Zweifel, nicht nur die Starthilfe zu geben sondern auch die Expansionshilfe im Zweife Und insbesondere wenn wir da sehen, dass da irgendwie noch mit einer Transformationsnachhaltigkeitsgedanken das macht.
00:40:47: Das macht mir dann natürlich persönlich sehr viel Spaß.
00:40:52: aber auch ich hatte zuletzt nochmal eine Studie gelesen nur achtzehn Prozent der KMUs sind ESG Vorreiter und da können noch mehr.
00:41:01: also Das ist schon noch ein attraktives Feld auch zum Thema Mitarbeiterbindung, weil wir es halt brauchen in der Region.
00:41:12: ist es schon schön, die Unternehmen zu unterstützen und dafür haben wir eben jetzt auch unsere Transformations- und Nachhaltigkeitsberatung ins Leben gerufen mit zwei Expertinnen.
00:41:22: Die das Thema wirklich durchdrungen haben nicht aus der Bankenwelt kommen sondern aus dem Thema Transformation.
00:41:28: wie mess ich überhaupt Emissionen?
00:41:30: Wir hatten das eben schon mal kurz was so ein Impact sein kann für einen Unternehmen.
00:41:34: aber auch geht es auch viel um das Thema Kosten.
00:41:37: Also wenn ich jetzt ein energieintensives Unternehmen habe, ist bei euch jetzt wahrscheinlich eher weniger der Fall.
00:41:43: da war Dieselpreise steigen oder ähnliche CO-Zweiabgaben steigen jetzt erstmal den ersten Schritt zu gehen und zu sagen was ist denn überhaupt gerade mein Status cool als Unternehmen.
00:41:52: wo stehe ich?
00:41:53: Und was könnte vielleicht auch in der Zukunft auf mich zukommen?
00:41:56: und wie kann ich vielleicht auch Chancen nutzen, so wie die beiden es gemacht haben aus diesem ganzen Thema mein Geschäftsmodell weiterzuentwickeln?
00:42:04: Es gibt so viele Trends zu diesem Thema.
00:42:06: So viel sich das verändern wird.
00:42:09: Wir glauben dass wir in fast jedem Geschäfts-Modell nicht... So sehr auf dieses Thema.
00:42:13: Risiken, ja die müssen wir betrachten und anschauen.
00:42:16: Aber viel mehr Spaß machen die Chancen.
00:42:18: was kann ich aus meinem Geschäftsmodell daraus vielleicht noch machen?
00:42:21: Wo kann ich es weiter treiben?
00:42:23: wo kann ich damit expandieren?
00:42:25: weil ich dieses Thema Transformation Zukunft viel ernster nehme und mir anschaue was kann mein Geschäfts Modell dazu vielleicht beitragen?
00:42:33: ...
00:42:34: ist ja eine super Überleitung, weil ich hier tatsächlich noch die Frage stehe.
00:42:37: Aber wie geht's denn bei Loppy weiter?
00:42:39: Sie hatten gerade diese Expansion angesprochen.
00:42:43: Ich glaube auf der Webseite aufgeschnappt ... ... Loppie Lady und Loppiemann!
00:42:47: Was is das
00:42:48: denn?!
00:42:48: Also ich hab schon so ne Ahnung aber was ist das denn?
00:42:51: Das ist ein kleines Pop-Up, was wir in Reine hatten.
00:42:56: Das geht da jetzt einmal zu Ende... Und in Münster haben wir das auch grade gestartet.
00:43:00: Bei uns gehen Die Eltern einkaufen, das heißt wir haben auch sehr viele Damen und Herren die bei uns durch den Laden gehen.
00:43:08: Und wir wurden super häufig darauf angesprochen boah es gibt auch für Damenkleidung, für Herrenkleidungen Ja, fehlt uns genau dieses Konzept auch.
00:43:16: Und haben wir gesagt, wenn die Nachfrage so groß ist machen wir doch da auch mal ein kleines Pop-up raus und hatten jetzt in Rheine ungefähr einen Jahr lang so einen kleinen Bereich wo wir damenmote weil tatsächlich sind es doch primär die Mütter und auch Großmütter die bei uns durch den Laden gehen.
00:43:31: In Münster haben wir das gerade vor ein paar Wochen gestartet mit ein paar Mitregalen für Darmkleidung und auch ein paar Regale für Herren.
00:43:38: also da kann man auch jetzt toll secondhand anfassen zum Online-Shopping anprobieren und auch da einfach diesen Nachhaltigkeitsgedanken nicht nur für die Kinder, sondern eben auch für uns Erwachsene leben.
00:43:52: Aber alles nach dem gleichen Konzept?
00:43:53: Ja!
00:43:54: Also gut, kratzt ja jetzt schon so ein bisschen am klassischen Second Hand Laden.
00:43:58: ne also da gibt es jetzt schon über Schneidungspunkte wenn es um Erwachsener geht.
00:44:03: Ja das stimmt.
00:44:04: aber z.B in Reine gibt es meines Wissens noch gar keinen wirklichen Second Handladen für Damen.
00:44:12: d.h.,
00:44:12: Kinderkleiderbörsen gibt es ja auch in Reine sehr, sehr viele.
00:44:15: Aber Damekleider-Börsen sind mir jetzt auch nicht bekannt die werden auch nicht in Guitars veranstaltet.
00:44:19: das heißt wenn man da secondhand shoppen möchte ist man im Grunde darauf angewiesen über vintage Kleinanzeigen und was es sonst noch so gibt zu Shoppen also im Grund rein digital und mit Versand verbunden.
00:44:31: Insofern ist es da schon eine kleine Marktglöcke.
00:44:34: Prima.
00:44:35: Kommen wir zum Schluss zu einem kleinen Rückblick, Ausblick, Fazit.
00:44:41: Was mich so ein bisschen interessiert... Sie haben jetzt diese Gründungsgeschichte hinter sich.
00:44:46: Was hat sie so zentral gelernt vielleicht auch über sich selber in diesem Prozess?
00:44:56: Was haben wir gelernt über uns selber?
00:44:57: Ich würde sagen, wir waren schon immer sehr neugierige Menschen.
00:45:02: Aber dass wir uns in so viele unterschiedliche Themen einarbeiten können wie man das tun muss wenn man in die Unternehmerwelt einsteigt und einen Unternehmen gründet.
00:45:13: Worin ich alles Experte ist vielleicht ein bisschen hochgegriffen aber wo ich mir alles irgendwie ein Grundwissen für angeeignet habe ... Überrascht mich jetzt im Nachhinein schon, aber es hat auch einfach unglaublich viel Spaß gemacht.
00:45:30: Und ich glaube in unserer Schwesternbeziehung sind wir sehr, sehr viel enger zusammengewachsen noch und haben halt die Möglichkeit jeden Tag miteinander zu sprechen und uns auszutauschen.
00:45:43: Frau Reckermann, wenn ich so in diese Richtung schaue ... Wenn's um das Thema Entwicklung von Geschäftsmodellen geht gibt's ein paar Tipps oder Ratschläge, mit auf den Weg geben können?
00:45:55: Also ich glaube, eines der größten Ratschläge ist erstmal sich selber zu glauben.
00:46:02: Also wenn man selber an das Geschäftsmodell glaubt und davon überzeugt ist dann ist es sehr viel einfacher als auch anderen zu überzeugen.
00:46:10: Businesspläne sind das A&O von Geschäfts-Modellen.
00:46:15: Das ist zwar immer harte Arbeit auch viel und viel auseinandersetzen mit Markt- und Wettbewerb usw.
00:46:22: Aber ich glaube, allein dadurch kann man noch mal viele blinde Flecken, die man vielleicht in seinem ersten Kopf und Aufschreiben von Konzepten nicht direkt sieht ausräumen und findet auf viele Gegenfragen auch Antworten, die einem so in der Geschäftsmodellentwicklung dann auch entgegen
00:46:42: kommen.".
00:46:43: Es gibt super viele Förderungen.
00:46:45: Wir arbeiten da ja auch mit anderen Banken wie KfW oder Ähnliches zusammen, um da auch Gründerkapital zur Verfügung zu stellen wo dann eben dieses Hausbankensystem greift.
00:46:59: also da gibt es viele Möglichkeiten die man nutzen kann und am Ende muss man sich einfach mal trauen.
00:47:07: Das wäre jetzt dann so ein bisschen der Abbinder.
00:47:10: und das Schlusswort an die beiden Gründerinnen hier.
00:47:15: Haben sie noch Tipps oder eine Empfehlung an junge Leute, auch ältere Leute, die auch noch gründen können?
00:47:23: Wo Sie sagen, bleib dran macht es!
00:47:26: Also ich habe meinen Top-Eins-Tipp.
00:47:28: Ich hab's eben auch schon gesagt weil ich bleibe dabei sucht euch jemanden, mit dem ihr euch austauschen könnt.
00:47:35: Mit dem ihr das zusammenmacht.
00:47:36: Es muss die richtige Person sein weil es kann auch nach hinten losgehen aber zu zweit ist man einfach oder vielleicht auch zu dritt einfach viel stärker als als alleine.
00:47:44: also dass wäre wirklich so mein größter Tipp weil man vor so vielen Herausforderungen zwangsläufig steht und das alles nur mit sich selber auszumachen macht nicht so viel Spaß wie wenn man zum Team am Teilen kann.
00:48:00: Das können wir, glaube ich, so stehen lassen.
00:48:02: Dann sage ich Dank an die Runde Esther Reckermann, Elena und Riccala Weber.
00:48:05: Vielen Dank für das nette Gespräch!
00:48:07: Mal gucken wie viel Standorte demnächst noch dazukommen?
00:48:10: Wir fangen mal mit Rainer und Münster an und arbeiten uns dann weiter durch NRW ja.
00:48:13: So habe ich das jedenfalls verstanden.
00:48:15: Vielen dank!
00:48:24: Dieser Podcast ist eine Produktion von Wirtschaft
00:48:26: aktuell.
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